Lance Armstrong hat auch FBI am Hals

Ein Kongressabgeordneter wollte eine politische Lanze für Lance Armstrong brechen. Bewirkt hat der republikanische Politiker indes das Gegenteil.

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Jeff Novitzky ist der Ermittler für besondere Fälle bei der amerikanischen Lebensmittelbehörde Food and Drug Agency (FDA). Derzeit jagt der ehemalige Basketballspieler Lance Armstrong. Dafür reiste er nach Europa und dreht (fast) jeden Stein um, den der nun zurückgetretene Radprofi je betreten hat. Ganz billig sind diese Ermittlungen indes nicht, und dies ruft nun Kritiker und Armstrong-Sympathisanten auf den Plan.

Der republikanische Kongressabgeordnete Jack Kingston hinterfragte diese Ausgaben im Rahmen einer Haushaltsanhörung im Repräsentantenhaus. «Ich möchte wissen, wie viel Geld ausgegeben wurde und warum so viel ausgegeben wurde», wollte Kingston von der FDA-Vorsteherin Margaret Hamburg wissen. Diese erklärte, dass ihre Agentur auf die Ermittlungen schaue und Informationen über die Kosten liefern werde.

Richtig im Sinne Armstrongs war der Vorstoss Kingstons gleichwohl nicht. Der Abgeordnete aus dem Bundesstaat Georgia kritisierte Novitzkys Ermittlungen zwar als «Kampf eines Einzelnen aus vielleicht persönlichem Antrieb» und lobte Armstrong als amerikanischen Sporthelden. Vielmehr aber kam am Rande der Debatte aus, dass nicht nur die Arznei- und Lebensmittelbehörde in der Causa Armstrong ermitteln. Laut Informationen der «Süddeutschen Zeitung» befassen sich auch das FBI, der Generalinspektor des amerikanischen Postdienstes sowie Zivil- und Kriminalabteilung der Justizbehörde mit dem Fall.

DerBund.ch/Newsnet

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