«Ich muss mir Zeit geben»

Sechs Monate nach der Geburt von Tochter Malin hat die 14-fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder einen Ermüdungsbruch im Schambein erlitten. Eventuell sei die Regeneration zu kurz gekommen, sagt die 31-jährige Bernerin.

Die Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder erlitt sechs Monate nach der Geburt ihres Kindes einen Ermüdungsbruch im Schambein.

Die Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder erlitt sechs Monate nach der Geburt ihres Kindes einen Ermüdungsbruch im Schambein. Bild: Keystone

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Wie haben Sie sich den Schambeinbruch zugezogen
Schleichend, einen Schlüsselmoment gibt es nicht. Erstmals gespürt habe ich es ungefähr vor zehn Tagen, nach einem schnellen Lauftraining. Nach der ärztlichen Diagnose war ich schon ein wenig schockiert.

Wie geht es Ihnen jetzt?
Besser, aber es fällt mir schon schwer, mich ruhig zu halten. Ich bin ein Bewegungsmensch. Im Frühling zieht es mich an die frische Luft, bin ich es gewohnt, Gas zu geben.

Worauf ist die Verletzung zurückzuführen?
Offenbar auf Überbelastung. Gewisse Körperteile sind nach einer Geburt instabiler als zuvor. Das realisierte ich bereits im November, als ich an Rückenbeschwerden litt (das Iliosakralgelenk war blockiert/die Red.).

Ihr Körper gilt als sehr stabil. Trotzdem scheint es, als müssten Sie das Training etwas anpassen.
Das habe ich bereits getan. In der Vorbereitung absolvierte ich weniger Lauftrainings, dafür mehr alternative Einheiten als in vergangenen Jahren.

War das Trainingsvolumen zu hoch?
Das ist schon möglich. Man kann es jedoch auch andersrum betrachten: Vielleicht war die Regeneration ungenügend.

Weshalb?
Als Mutter habe ich die wunderschöne Aufgabe, mich um Malin zu kümmern. Psychisch ist das beste Erholung, physisch jedoch wesentlich intensiver als herkömmliches Regenerieren.

Wie geht es weiter?
In den nächsten zwei Wochen darf ich keinen Sport treiben, nicht einmal im Wasser. Im Alltag behindert mich die Verletzung jedoch nicht – Spaziergängen mit Malin steht zum Glück nichts im Weg.

Und danach?
Ich muss mir Zeit nehmen – und ich muss mir Zeit geben; die Frühlingsläufe werde ich sowieso verpassen. Bei den Weltcupwettkämpfen Ende Juni in Norwegen möchte ich wieder dabei sein. Die WM findet erst Mitte August statt, diesbezüglich ist noch nichts verloren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.03.2009, 08:13 Uhr

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