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Vierte Medaille für die Schweiz: Olivia Nobs holt Bronze

Olivia Nobs gewann im Snowboardcross trotz eines Sturzes im Final die Bronze-Medaille.

Gold ging an die Kanadierin Maelle Ricker, Silber holte die Französin Deborah Anthonioz.

Für die 27-jährige Neuenburgerin, deren Olympia-Teilnahme an sich erst durch das verletzungsbedingte Out von Tanja Frieden zu Stande kam, wäre sogar noch mehr drin gelegen. Im hochkarätig besetzten Final mit Weltmeisterin Helene Olafsen, Weltcup-Leaderin Ricker und der routinierten Anthonioz verlor Nobs als Zweite fahrend in einem denkbar dummen Moment die Balance und schaffte es kaum mehr über das folgende Hindernis. Weil hinter ihr fast gleichzeitig aber auch Olafsen zu Fall kam, reichte es der Westschweizerin zum grössten Erfolg ihrer Karriere.

Die Art, wie Mellie Francon trotz mehrstündiger Verzögerung des Wettkampfs wegen der schlechten Sichtverhältnisse die ersten drei Läufe des Tages gemeistert hatte, liess auf die vierte Schweizer Olympia-Goldmedaille der laufenden Spiele hoffen. Die Neuenburgerin setzte der Konkurrenz in beiden Runs der Qualifikation die schnellste Zeit vor und behielt, anders als etwa die Weltcup-Dritte Dominique Maltais, die Nerven. Francon gewann auch ihren Viertelfinal-Lauf auf souveräne Weise. Im Halbfinal wurde der WM-Dritten von 2009 dann ein Verbremser zum Verhängnis. Ungefähr nach der Hälfte der Strecke stellte es der dynamischen Romande das Brett quer, den Geschwindigkeitsverlust konnte sie nicht mehr wettmachen. Selbiges unterlief ihr auch im nicht mehr relevanten kleinen Final, der siebten Schlussrang war für Francon angesichts des überragenden Starts in den Wettkampftag eine herbe Enttäuschung.

Weniger gut lief es den beiden Zimmergenossinnen aus Flims. Simona Meiler, die im ersten Durchgang der Qualifikation heftig stürzte und sich dabei glücklicherweise nur an der Lippe (Platzwunde) verletzte, schied im Viertelfinal-Lauf mit Francon als Dritte aus. Sandra Frei fiel in ihrem Heat erst auf Rang 3 zurück und dann in den Fangzaun neben der Strecke. Für Meiler endete das Rennen im neunten Rang, Frei wurde Elfte.

Die Top-Favoritin Lindsey Jacobellis (USA) fuhr im Halbfinal an einem Tor vorbei. Für die Olympia-Zweite von 2006 reichte es nur zu Platz fünf.

Snowboardcross. Frauen: 1. Maelle Ricker (Ka). 2. Deborah Anthonioz (Fr). 3. Olivia Nobs (Sz). 4. Helene Olafsen (No). 5. Lindsey Jacobellis (USA). 6. Nelly Moenne Loccoz (Fr). 7. Mellie Francon (Sz). 8. Zoe Gillings (Gb). 9. Simona Meiler (Sz). 10. Doresia Krings (Ö). 11. Sandra Frei (Sz).

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