Und plötzlich ist die Champions League wieder weit weg

Ein harmloser FC Basel verliert zu Hause 1:2 gegen Linz und bringt sich selbst um eine gute Ausgangslage für das Rückspiel.

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Ach, was haben sie davor gewarnt. Nicht nur, dass der österreichische Vizemeister nicht zu unterschätzen sei. Nein, vor allem auf die Gefährlichkeit der Standards des LASK wurde immer wieder hingewiesen. In allen Vorschauen der Schweizer Zeitungen, und auf Teleclub alleine in den ersten 20 Minuten sicher sechsmal. Es dauert 50 Minuten, bis der vierte Eckball dann die Befürchtungen wahr werden lässt. Peter Michorl flankt und Captain Gernot Trauner kommt unbedrängt zum Kopfball und trifft zum 1:0.

Linz geht in der 50. Minute in Führung. (Video: Teleclub)

Doch diese Österreicher alleine auf Ecken und hohe Bälle zu reduzieren wäre dann doch etwas einfach. Sie sind lauffreudig, kämpfen aufopferungsvoll und sie pressen gnadenlos. Der FCB hat Mühe, sich aus der Umklammerung zu befreien. Zur Pause lautet das Schussverhältnis 1:7 aus Schweizer Sicht – das einzige Tor erzielen dennoch die Basler. Kurioserweise ebenfalls nach Eckball, doch Afimico Pululu steht nach Eder Balantas Kopfball deutlich im Offside.

Im Sturm zu harmlos

Ansonsten bringt Basel offensiv wenig zustande. Mit dem auf dem Absprung stehenden Albian Ajeti fehlt einer, der vorne die Bälle halten kann. Oder seine Läufe hinter die Abwehr. Oder seine Durchschlagskraft. Oder seine Kaltschnäuzigkeit. Kurz: Er fehlt vorne überall.

Linz erhöht in den Schlussminuten zum vorentscheidenden 2:0. (Video: Teleclub)

Die Führung von Linz ist verdient, auch wenn in der 82. Minute die Strafe dann doch etwas zu hoch wird: Eray Cömert lenkt einen Schuss von João Klauss de Mello unhaltbar für Jonas Omlin ab. Immerhin trifft Luca Zuffi fünf Minuten später mit einem herrlichen Schuss in den Winkel zum 2:1. In der Nachspielzeit hat der eingewechselte Noah Okafor noch die grosse Chance zum Ausgleich, scheitert aber an Goalie Alexander Schlager. Und so bleibt Basels Aufgabe fürs Rückspiel kommenden Dienstag sehr schwierig: Für ein Weiterkommen ins Playoff braucht es mindestens zwei Tore – und das ziemlich sicher ohne Ajeti.

Der Anschlusstreffer durch Luca Zuffi in der 86. Minute. (Video: Teleclub)

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