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Wie Wimbledon die Deutschen erzürnt

Angelique Kerber werde von den Organisatoren des Rasen-Grand-Slams gedemütigt, schreibt eine grosse Zeitung. Sieht die Nummer 1 der Frauen das auch so?

Zufall oder Absicht? Angelique Kerber muss zum zweiten Mal in Folge auf Court 2 antreten.
Zufall oder Absicht? Angelique Kerber muss zum zweiten Mal in Folge auf Court 2 antreten.
Reuters

Nachdem sich Angelique Kerber am Samstag mit einem 4:6, 7:6, 6:4-Sieg über die Amerikanerin Shelby Rogers in die Achtelfinals von Wimbledon gekämpft hatte, stellte ein Reporter an der Pressekonferenz eine brisante Frage. Er wollte wissen, was Kerber darüber denke, dass sie als Nummer 1 der Welt nicht auf einem der beiden Hauptplätze antreten durfte, ob sie sich von den Organisatoren des Turniers genügend wertgeschätzt fühle.

Bildstrecke: Der besondere Blick auf Wimbledon

Ein Päuschen in Ehren: Rafael Nadal erfrischt sich während einer Trainingssession am spielfreien Sonntag. (9. Juli 2017)
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Reuters
Finsterer Himmel, gute Perspektiven: Nadal auf dem Weg zum Training - und zum Titel? (9. Juli 2017)
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Reuters
Wo gehobelt wird, fallen Späne: Ausgediente Saiten. (8. Juli 2017)
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Getty Images
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Es war das erste Mal seit Beginn diesbezüglicher Statistiken, dass die Nummer 1 der Frauen oder der Männer auf einen kleineren Platz verbannt wurde. Statt 15'000 Fans auf dem Centre Court oder 11'400 auf Court 1 sahen nur 4000 Kerbers Partie. «Diese beschwichtigte und sagte: Ach, mir ist es letztlich egal, auf welchem Platz ich spiele. Die Atmosphäre war doch super, wir hatten ein volles Haus.»

Als später die Plätze für die Achtelfinalpartien zugeteilt wurden, übergingen die Organisatoren Kerber aber erneut. Auch ihr Match gegen Garbiñe Muguruza (WTA 14), ihres Zeichens French-Open-Siegerin 2016, muss die Deutsche auf Court 2 bestreiten. Auf dem Centre Court spielen die Kroatin Ana Konjuh (WTA 27) und die Amerikanerin Venus Williams (WTA 10), auf Court 1 die Britin Johanna Konta (WTA 6) und die Französin Caroline Garcia (WTA 21).

«Eine Auswahl, die für Kerber einer Demütigung gleichkommen muss», schreibt die «Welt» und fügt an: «Auch wenn die Leistungen zuletzt nicht unbedingt mit ihrer Weltranglistenposition korrespondierten, so trägt sie immer noch den Titel der Nummer 1 und ist in London auch in der Setzliste entsprechend gerankt. Das gilt es zu respektieren.»

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