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Wawrinka zaubert sich in die Halbfinals

Titelverteidiger Stan Wawrinka führte Kei Nishikori in den Viertelfinals des Australian Open teilweise regelrecht vor – und dabei spielte der Japaner nicht einmal schlecht.

Machtdemonstration: Stan Wawrinka packte sein bestes Tennis aus.
Machtdemonstration: Stan Wawrinka packte sein bestes Tennis aus.
Keystone
Zeigte, wo es lang geht: Der Schweizer schlug 46 Winner – sein Gegner genau halb so viele.
Zeigte, wo es lang geht: Der Schweizer schlug 46 Winner – sein Gegner genau halb so viele.
Keystone
Autogramme: Wawrinka nahm sich nach der Partie Zeit für die Fans.
Autogramme: Wawrinka nahm sich nach der Partie Zeit für die Fans.
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Damit hatte wohl niemand gerechnet. Stan Wawrinka fegte Kei Nishikori, die Nummer 5 der Welt, in den Viertelfinals regelrecht vom Platz. Der Schweizer spielte vor allem in den ersten beiden Sätzen entfesselt und liess Nishikori, der eigentlich gutes Tennis zeigte und sich in Topform befindet, nicht den Hauch einer Chance. Erst im dritten Durchgang wurde es gegen Ende noch einmal spannend, als Wawrinka erst den sechsten Matchball zum 6:3, 6:4, 7:6 nutzen konnte.

Schon im ersten Game der Partie zeichnete sich ab, dass der Japaner nicht den allerbesten Tag erwischt hatte. Wawrinka kam nämlich bereits zu einer Breakchance, die er vorerst aber nicht nutzen konnte. Dafür verwertete der Romand dann im vierten Game gleich seine zweite Möglichkeit und legte zum 3:1 vor. Die Überlegenheit von Wawrinka machte sich hauptsächlich in dessen Fähigkeit bemerkbar, aus fast jeder Position – und gerne auch mit der Rückhand – Winner zu schlagen. Beim Stand von 5:3 vergab Wawrinka noch zwei Satzbälle, im Anschluss brachte er seinen Aufschlag aber ohne grössere Probleme zum Satzgewinn durch.

Im zweiten Durchgang begann Wawrinka dann richtig zu zaubern. Immer wieder punktete er aus der Defensive und bei eigenem Aufschlag blieb er makellos – gegen einen der besten Returnspieler auf der Tour. Zunächst vergab der Schweizer zwar im dritten Game die Möglichkeit zu einem Break, doch im nächsten Aufschlagspiel des Japaners setzte Wawrinka noch einen drauf und legte wieder mit Break vor. Anschliessend brachten beide ihre Aufschläge durch, bis Nishikori beim Stand von 5:4 zu seinen ersten Breakbällen überhaupt kam. Wawrinka liess sich aber nicht beirren, schlug weiter stark auf und holte sich auch den zweiten Satz.

Spannung im letzten Satz

Dass das letzte Game des zweiten Durchgangs viel Kraft gekostet hatte, machte sich gleich zu Beginn des dritten Satzes bemerkbar. Der Japaner machte acht Punkte in Folge und lag plötzlich mit einem Break in Führung. Aber auch davon liess sich der Waadländer nicht aus der Ruhe bringen, denn er hatte zwar etwas abgekühlt, doch er antwortete sogleich mit einem Rebreak – ebenfalls zu Null. So blieb weiter alles in der Reihe, bis es schliesslich zum Tiebreak kam. Und auch dort erwischte Wawrinka einen perfekten Start, er lag schnell 6:1 in Führung und hatte fünf Matchbälle. Da merkte man, dass auch Wawrinka nervös wurde, denn Nishikori blieb hartnäckig und kam zurück auf 6:6. Diese Aufholjagd machte sich der Japaner aber mit einem missratenen Stoppball von der Grundlinie kaputt. Wawrinka hatte den nächsten Matchball, den er mit seinem exakt 20. Ass verwertete.

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