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Wawrinka verliert nach sechs Matchbällen

Stanislas Wawrinka (ATP 20) war dem Viertelfinal-Einzug am Masters-1000-Turnier von Rom ganz nah, scheiterte dann aber doch noch in einem veritablen Tiebreak-Krimi.

Kurz vor dem Ziel gestrauchelt: Stanislas Wawrinka.
Kurz vor dem Ziel gestrauchelt: Stanislas Wawrinka.
Keystone

Stanislas Wawrinka dürfte das 3:20 Stunden dauernde Spiel gegen Andreas Seppi noch lange in schmerzhafter Erinnerung bleiben. Insgesamt sechs Matchbälle vergab der Schweizer, ehe er dem Italiener im achten Duell zum dritten Mal unterlag. Die grösste Chance, das Spiel zu gewinnen, bot sich Wawrinka im Tiebreak des dritten Satzes, als er beim Stand von 6:3 drei Matchbälle in Serie nicht verwerten konnte.

Seppi, die Nummer 30 der Welt, könnte in der Runde der letzten acht am Freitag auf den nächsten Schweizer treffen. Roger Federer (ATP 2) steht erst am Abend in der Night Session gegen Juan Carlos Ferrero (ATP 47) im Einsatz.

Nach dem überzeugenden Sieg am Mittwoch, als er Janko Tipsarevic diskussionslos in zwei Sätzen schlug, erlitt Wawrinka gegen Seppi zehn Tage vor Beginn des French Open in Paris einen empfindlichen Rückschlag. Erstmals seit dem Turnier in Acapulco im Februar unterlag der Romand wieder einem im Ranking schlechter klassierten Spieler.

Chancen leichtfertig vergeben

Im ersten Satz funktionierte vor allem Wawrinkas erster Aufschlag nicht, nur 29 Prozent fanden den Weg ins Ziel. Im zweiten Durchgang liess der Schweizer bei 4:4 und 5:5 insgesamt drei Breakchancen ungenutzt. Und auch in der Kurzentscheidung vermochte er einen 3:0-Vorsprung und einen Matchball nicht zum Sieg zu verwerten.

Noch mehr Chancen boten sich dem Schweizer im dritten Satz. Dank einem Zwischenspurt und vier Game-Gewinnen in Folge erarbeitete sich Wawrinka bei 5:3 und eigenem Aufschlag zwei weitere Matchbälle, die er mit zwei einfachen Fehlern aber leichtfertig vergab. Und auch in der dritten Kurzentscheidung liess er einen weiteren Matchball bei eigenem Aufschlag verstreichen.

Murray gescheitert – Nadal souverän

Ebenfalls gescheitert ist Andy Murray. Der letztjährige Halbfinalist aus Schottland verlor nach knapp dreistündigem Kampf gegen den Franzosen Richard Gasquet 7:6, 3:6, 2:6. Murray konnte dabei nur zwei von 17 Breakchancen nutzen. Rafael Nadal, der fünffache Turniersieger von Rom, setzte sich gegen seinen guten Freund und Landsmann Marcel Granollers 6:1, 6:1 durch. In nur 88 Minuten servierte die Nummer 3 des Rankings den 23 Plätze hinter ihm klassierten Aussenseiter ab. Sein nächster Gegner ist Madrid-Finalist Tomas Berdych (ATP 7) aus Tschechien.

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