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Wawrinka siegt nach Tiebreak-Drama

0:5 lag Stan Wawrinka zurück, bei 2:6 musste er im Tiebreak des vierten Satzes vier Satzbälle abwehren – und dann drehte er nochmals mächtig auf. Der Sieg über Garcia-Lopez bringt ihm den Viertelfinal.

Geprüft: Stan Wawrinka hatte einige heikle Situationen zu überstehen, ehe er sich in vier Sätzen durchsetzen konnte.
Geprüft: Stan Wawrinka hatte einige heikle Situationen zu überstehen, ehe er sich in vier Sätzen durchsetzen konnte.
Keystone
Nicht zufrieden: Vor allem im dritten Satz hatte der Schweizer Mühe.
Nicht zufrieden: Vor allem im dritten Satz hatte der Schweizer Mühe.
Keystone
Unterbruch: Weil es vom Dach auf den Platz tropfte, musste die Partie im ersten Satz kurz unterbrochen werden.
Unterbruch: Weil es vom Dach auf den Platz tropfte, musste die Partie im ersten Satz kurz unterbrochen werden.
Keystone
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Schon der Beginn der Partie verlief für Stan Wawrinka nicht nach Plan. Nachdem er im ersten Game von Guillermo Garcia-Lopez (ATP 37) bereits Breakbälle vergeben hatte, wurde er seinerseits beim Stand von 2:2 gebreakt. Es folgte das Rebreak, dann wieder der Servicedurchbruch von Garcia-Lopez zum 5:4 und schliesslich wieder das Rebreak. Der erste Satz musste also im Tiebreak entschieden werden. Der Schweizer liess dabei nichts mehr anbrennen und holte sich den ersten Satz mit 7:2 in der Kurzentscheidung. «Schon im ersten Satz war es ein harter Kampf», fasste Wawrinka die Achterbahnfahrt im Platzinterview zusammen.

Den Schwung konnte der Romand mitnehmen und legte im zweiten Satz dank seinem aggressiven Spiel früh wieder mit einem Break vor. Garcia-Lopez gab in Folge seinen Aufschlag zwar nicht mehr ab, Wawrinka brachte den zweiten Satz 6:4 nach Hause — auch dank der starken Rückhand. So nahm vermeintlich alles seinen Lauf, als dem Schweizer auch im vierten Satz das frühe Break gelang. Doch wer den Titelverteidiger da schon in den Viertelfinals sah, täuschte sich. Beim Stand von 4:3 gab Wawrinka seinen Aufschlag ab und musste Gracia-Lopez ausgleichen lassen. Und nicht nur das: Der Spanier breakte Wawrinka gleich noch einmal und war zurück in der Partie — aus dem Nichts. «Er machte sehr viel Druck von der Grundlinie und ich war viel zu defensiv», so Wawrinka.

Im vierten Satz konnte sich der Waadtländer so weit fangen, dass er seinen Aufschlag nicht mehr abgab. Zwar musste er bei 3:4 einen Breakball abwehren und vergab im folgenden Game eine Chance auf den Servicedurchbruch, doch der Romand hielt sich in diesem Satz. Am Ende kam es zu einem weiteren Tiebreak – und dieses hatte es in sich. Garcia-Lopez legte schnell 5:0 vor und hatte beim Stand von 6:2 vier Satzbälle, doch Wawrinka biss sich fest. Der Schweizer kam zurück und hatte seinerseits bei 6:7 einen Matchball, doch der abschliessende Volley des Romands landete hinter der Linie. Schliesslich konnte die Nummer 4 der Welt nach einem weiteren abgewehrten Satzball den zweiten Matchball verwerten. So lautete das Verdikt nach 3:02 Stunden 7:6, 6:4, 4:6 und 7:6. Das Rezept, um in einem solch wichtigen Moment fünf Satzbälle abzuwehren, beschrieb Wawrinka ganz simpel: «Ich musste mich auf jeden Ball fokussieren, auch wenn es nicht einfach war.»

In der nächsten Runde trifft der Schweizer Kei Nishikori (ATP 5), der David Ferrer (ATP 10) klar 6:3, 6:3, 6:3 aus dem Turnier warf. Gegen den Japaner hat Wawrinka zuletzt beim US Open in fünf Sätzen verloren.

Hier geht es zu den kompletten Tableaus des Australian Open.

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