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Vorteil Federer – oder doch nicht?

Im heutigen Match zwischen Roger Federer und Andy Murray in Cincinnati geht es um mehr als nur die Finalqualifikation.

Nur ein Sieg hilft: Verpasst Federer in Cincinnati den Titelgewinn, droht am US Open ein Halbfinalduell mit Djokovic.
Nur ein Sieg hilft: Verpasst Federer in Cincinnati den Titelgewinn, droht am US Open ein Halbfinalduell mit Djokovic.
AFP

Andy Murray löste Roger Federer am vergangenen Montag dank seines Titelgewinns in Montreal als Nummer 2 der Weltrangliste ab. Das wäre nicht weiter bemerkenswert, würde Ende Monat nicht das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres stattfinden. Nur die Weltnummer 2 kann nämlich sicher sein, nicht vor dem Endspiel auf den favorisierten Novak Djokovic zu treffen. Federer konnte den Serben zuletzt 2012 auf Major-Stufe schlagen, als er in Wimbledon seine 17. und bislang letzte Grand-Slam-Krone gewann.

In Cincinnati ist die Ausgangslage für Federer klar: Er muss Murray bezwingen und dann auch noch den Final gegen Djokovic oder den Ukrainer Alexander Dolgopolow gewinnen, um in Flushing Meadows als Nummer 2 gesetzt zu sein. Im Head-to-Head gegen Murray liegt Federer mit 13:11 vorne, die letzten vier Begegnungen entschied er allesamt für sich. Besonders bemerkenswert: das 7:5, 7:5, 6:4 in den diesjährigen Wimbledon-Halbfinals.

Murray hat seit acht Partien nicht mehr verloren, wirkt allmählich aber müde. In Cincinnati musste er in seinem Achtelfinalmatch gegen Grigor Dimitrov einen Matchball abwehren, eine Runde später brauchte er erneut drei Sätze, um Richard Gasquet niederzuringen. «Ich bin müde, mein Körper schmerzt – und das so kurz vor dem US Open», sagte der Olympiasieger nach dem Duell mit Gasquet. «Physisch und mental tut es mir gleichwohl gut, solche Matches zu absolvieren.»

Federer kommen die schnellen Bedingungen in Cincinnati entgegen. Der Baselbieter fliege regelrecht über den Court bemerkte sein Viertelfinalgegner Feliciano Lopez. Im vorhergehenden Match gegen Kevin Anderson demonstrierte Federer seine offensiven Qualitäten besonders eindrücklich. Ein Video, das auf Twitter kursiert, zeigt wie der Schweizer nach dem Service des 2,03-Meter-Manns sofort nach vorne stürmt und den Punkt schliesslich mit dem zweiten Volley gewinnt. Kein Serve-and-Volley, sondern Return-and-Volley...

Redaktion Tamedia berichetet ab ca. 20.30 Uhr live über die Partie Federer – Murray in Cincinnati.

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