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Scharapowa brilliert trotz Pfiffen – Golubic out

Die einzige Schweizerin im Einzel-Tableau scheidet beim US Open in der ersten Runde aus. Maria Scharapowa setzt sich gegen Simona Halep durch.

Freut sich über ihren Sieg riesig: Maria Scharapowa. (28. August 2017)
Freut sich über ihren Sieg riesig: Maria Scharapowa. (28. August 2017)
Daniel Murphy, Keystone
Scharapowa spielt so entfesselt wie vor ihrer Dopingsperre. (28. August 2017)
Scharapowa spielt so entfesselt wie vor ihrer Dopingsperre. (28. August 2017)
Ray Stubblebine, Keystone
Dennoch reicht es für die Zürcherin nicht. (28. August 2017)
Dennoch reicht es für die Zürcherin nicht. (28. August 2017)
Ray Stubblebine, Keystone
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Maria Scharapowa sorgt für das erste Ausrufezeichen bei den US Open. Die Russin setzt sich gegen Weltranglistenzweite Simona Halep 6:4, 4:6, 6:3 durch.

Simona Halep wird wohl auch in zwei Wochen nicht den Weltranglisten-Thron besteigen. Der Rumänin, die eine gute Ausgangslage im Rennen um die Nummer-1-Position hatte, wurde die Auslosung zum Verhängnis. Sie traf auf eine zumindest phasenweise entfesselt aufspielende Scharapowa, die an vergangene, erfolgreichere Tage erinnerte. Mit ihrer Wucht brachte sie Halep immer wieder aus dem Tritt.

Der Sieg hätte sogar deutlicher ausfallen können, wenn Scharapowa im zweiten Satz nicht eine 4:1-Führung verspielt hätte. Die fünffache Major-Siegerin musste seit ihrer Rückkehr auf die Tour nach der abgesessenen Dopingsperre mit körperlichen Problemen kämpfen. Sie bestritt seit dem letzten Mai nur eine Partie. Deswegen konnte nicht erstaunen, dass ihr etwas die Konstanz fehlte. Doch wie sie sich im dritten Satz wieder fing, war beeindruckend und zeugt von ihrer Klasse.

Halep wehrt sich mit Händen und Füssen

Halep trug ihren Teil zu einem sehenswerten Spektakel bei. Sie wehrte sich mit Händen und Füssen gegen die Niederlage. Im Entscheidungssatz vergab sie einen Breakball zum 4:5, ehe Scharapowa den Match bei eigenem Aufschlag beendete und danach vor Freude auf die Knie fiel. Es ist der bislang mit Abstand bedeutendste Sieg von Scharapowa seit ihrer Rückkehr nach der 15-monatigen Sperre.

In der 2. Runde trifft Scharapowa, die von einem Teil des Publikums gefeiert, von einem anderen ausgepfiffen wurde, auf die Ungarin Timea Babos, die Bezwingerin von Viktorija Golubic.

Einzige Schweizerin out

Viktorija Golubic, die einzige Schweizerin im Einzel-Tableau, scheitert beim US Open in der 1. Runde. Die Zürcherin unterliegt der Ungarin Timea Babos in drei Sätzen 5:7, 7:5, 5:7.

Golubic, die seit Anfang Jahr ihrer Form hinterher läuft und im WTA-Ranking nur noch auf Position 104 geführt wird, wehrte sich gegen die Nummer 59 der Weltrangliste nach Kräften. Ab dem Ende des zweiten Satzes war sie lange Zeit die dominante Spielerin, gewann vom 4:5 bis zum 2:0 im dritten Umgang fünf Games in Serie. Nachdem sie im Entscheidungssatz drei Bälle zum 5:2 vergeben hatte, musste sie aber prompt das Break hinnehmen und Babos zurück in die Partie lassen.

Gerade in diesen wichtigen Momenten zeigte sich das mangelnde Selbstvertrauen von Golubic nach acht Monaten mit nur sechs Siegen. Sie agierte – wie auch zum Ende des ersten Satzes – etwas zu zögerlich. Die unerzwungenen Fehler nahmen zur Unzeit zu. Ein Doppelfehler brachte Babos den ersten Matchball, den sie dank eines Rückhand-Fehlers von Golubic verwertete.

Attraktives Duell verpasst

Golubic verpasste nach über zweieinhalb Stunden Spielzeit auf ärgerliche Art und Weise ihren dritten Sieg bei einem Major und gleichzeitig ein attraktives Duell gegen die Siegerin der Partie zwischen der Weltranglistenzweite Simona Halep und der fünffachen Major-Gewinnerin Maria Scharapowa.

Die 24-Jährige hätte ein Erfolgserlebnis und die Weltranglisten-Zähler gut gebrauchen können. Ihr fallen bis Saisonende noch über die Hälfte ihres momentanen Punktestands aus der Wertung. Gelingt die Trendwende nicht, fällt sie im Ranking noch deutlich weiter zurück. Im Januar war sie noch die Nummer 56 gewesen.

si/chk

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