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Serena Williams beharrt auf ihrer Meinung

Die Amerikanerin äussert sich in einem TV-Interview zu ihrem Wutausbruch im US-Open-Final.

Unschöne Szenen am US-Open-Final: Serena Williams legt sich mit Schiedsrichter Carlos Ramos an und sorgt für einen Eklat. <i>Video: AP/SRF</i>

Der Final der Frauen am US Open sorgte für Diskussionen. Serena Williams (WTA 16) hatte sich während der Partie mit Schiedsrichter Carlos Ramos angelegt. Ramos verwarnte die Amerikanerin mit der Begründung, dass sie von der Tribüne aus gecoacht worden sei. Das passte der Tennis-Queen gar nicht. Sie tobte und bezeichnete den Portugiesen als «Lügner» sowie «Dieb». Weil sich die 36-Jährige zu unrecht als Betrügerin hingestellt sah, forderte sie eine Entschuldigung von ihm.

Nach ihrer Zweisatzniederlage (2:6, 4:6) gegen die Japanerin Naomi Osaka sagte Serena Williams, dass sie es als «sexistische Bemerkung» wahrgenommen habe, als Ramos ihr wegen der Beleidigung ein Game abnahm. «Er hat noch keinem Mann ein Game genommen, der ihn ‹Dieb› nannte», betonte sie nach dem Final. Dieser Game-Verlust war letztlich mitentscheidend über den Ausgang des Endspiels.

«Wir hatten keine Signale»

Für ihre verbale Entgleisung wurde Serena Williams eine Busse von 17'000 Dollar auferlegt. Andere Schiedsrichter verlangten eine Entschuldigung von ihr, ansonsten würden sie Spiele der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin boykottieren. Doch die US-Amerikanerin zeigt weder Einsicht noch Reue. Sie beharrt auf ihrer Sichtweise.

Rund eine Woche nach dem Finalspiel trat die Tennis-Queen in der australischen TV-Show «The Sunday Project» auf und äusserte sich zu den Vorkommnissen in New York. «Er sagte, mein Trainer habe eine Bewegung gemacht. Ich wusste nicht, wovon er spricht, denn der Trainer hatte mir gar keine Signale gegeben», sagt Williams über die erste Verwarnung, die Ramos wegen unerlaubten Coachings ausgesprochen hatte. Dass ihr Trainer Patrick Mouratoglou nach dem Final eingestand, seiner Spielerin Anweisungen gegeben zu haben, kann der ehemaligen Weltnummer 1 nicht entgangen sein. Dennoch klammert sie sich an ihre Version: «Ich habe nicht verstanden, worüber er gesprochen hat. Wir hatten keine Signale.»

«Verstehe es einfach nicht»

Und statt sich bei Ramos für ihre Anschuldigung, er sei ein Sexist, sowie anderen Unparteiischen für ihren Wutausbruch auf dem Platz – Williams zertrümmerte ihr Racket – zu entschuldigen, giesst sie gar noch Öl ins Feuer. «Ich verstehe es einfach nicht. Wenn du eine Frau bist, solltest du doch das Gleiche tun können, was ein Mann tun darf», beschwert sie sich. Das letzte Wort dürfte in dieser Affäre noch nicht gesprochen sein.

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