Federers 18. Trophäe ist fällig

Der Schweizer hätte einen weiteren Major-Titel längst verdient.

René Stauffer@staffsky

Roger Federer schreibt eines der schönsten und unerwartetsten Kapitel seiner Karriere. Dass er beim Comebackturnier gleich einen Major-Final erreichen würde, schien nach sechs Monaten Pause unmöglich – auch angesichts der Auslosung. Doch nun ist der 18. Pokal für den erfolgreichsten Grand-Slam-Spieler zum Greifen nahe. Nicht Andy Murray oder Novak Djokovic wird ihm am Sonntag gegenüber­stehen, sondern Grigor Dimitrov oder Rafael Nadal.

Nadal? Sollte der Spanier ihm tatsächlich ins Endspiel folgen, wäre das für das Tennis und die Sportwelt zwar eine wunderbare Story. Die Geschichte zeigt aber, dass der Linkshänder für Federer stets ein unangenehmer ­Gegner ist, egal, wo und wann. Da spielt es keine Rolle, dass auch Nadal ein Comeback gibt und der Belag für Federer spräche – umso bitterer wäre es, sollte ihm Nadal schon zum 7. Mal eine Niederlage in einem Grand-Slam-Final zufügen.

Federer hätte einen weiteren Major-Titel längst verdient. Er ist der erfolgreichste Spieler der vergangenen vier Jahre, der keine der vier wichtigsten Trophäen gewann. Aber er weiss selber, was er am Sonntag tun muss: Beschwingt weiterspielen – wie einer, der die Erwartungen massiv übertroffen und nichts mehr zu verlieren hat.

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