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Regen schenkt Wawrinka zweite Chance

Stanislas Wawrinka steht in Wimbledon gegen Jürgen Melzer mit dem Rücken zur Wand. Als der Österreicher zum Matchgewinn servierte, musste die Erstrundenpartie wegen Regens unterbrochen werden.

Wieder droht das frühe Ausscheiden: Stanislas Wawrinka steht zwei Punkte vor dem Ausscheiden.
Wieder droht das frühe Ausscheiden: Stanislas Wawrinka steht zwei Punkte vor dem Ausscheiden.
Keystone

6:3, 6:7, 6:2, 4:6, 4:5 und Deuce hiess es aus der Sicht von Stanislas Wawrinka, als der Schiedsrichter beschloss, den Spielbetrieb einzustellen. Unmittelbar davor hatte Wawrinka drei Matchbälle abgewehrt. Er bekommt morgen die Chance, noch einmal ins Spiel zurückzukehren. Die Situation aber bleibt höchst delikat.

Wawrinka hat sich die brenzlige Ausgangslage selbst zuzuschreiben. Nachdem er den ersten Satz in nur einer halben Stunde für sich entschieden hatte, schaffte er im zweiten umgehend ein Break, gab dieses mit einem Doppelfehler jedoch kurz darauf wieder aus der Hand und zog schliesslich im Tiebreak den Kürzeren. Auf den imposanten Zwischensprint im dritten Durchgang – Wawrinka sicherte sich den Satz trotz des Serviceverlusts zum 0:1 noch mit 6:2 – folgte im dritten Game des vierten Durchgangs ein neuerliches Break für Melzer, das dieser nutzte, um den Entscheidungssatz zu erzwingen.

Im fünften Durchgang wehrte Wawrinka zunächst zwei Breakbälle ab und ging 1:0 in Führung. Dann aber gab er seinen Aufschlag zu null zum 2:3 ab und versucht seither, die Hypothek aufzuholen. Dass er überhaupt noch hoffen kann, verdankt er vor allem Melzers Nervosität. Mehr als einmal setzte der Österreicher einen Ball in der entscheidenden Phase unbedrängt ins Out. Ein frühes Ausscheiden wäre nichts Neues für Wawrinka. 2010 scheiterte die Nummer 2 der Schweiz im All England Club in Runde 1 an Denis Istomin, 2011 in Runde 2 an Simone Bolelli.

Der Spanier Rafael Nadal und der Brite Andy Murray, die Nummern 2 und 4 der Setzliste, erreichten die zweite Runde derweil ohne Mühe. Nadal schlug Thomaz Bellucci aus Brasilien 7:6, 6:2, 6:3, Murray liess dem früheren Top-10-Spieler Nikolai Dawidenko noch weniger Chancen und setzte sich 6:1, 6:1 6:4 durch. Ebenfalls eine Runde weiter sind der Franzose Jo-Wilfried Tsonga und der Argentinier Juan Martin Del Potro.

Hier geht es zu den kompletten Wimbledon-Tableaux.

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