Nadals Sieg ist eine Motivation für Federer

Warum Roger Federer nach dem Triumph Rafael Nadals am US Open noch zwei Jahre weiterspielen wird.

Der Sieg in einem epischen US-Open-Final bringt Rafael Nadal den 19. Grand-Slam-Titel. (Video: Tamedia)
Simon Graf@SimonGraf1

Nach dem Australian Open 2018 sah es für Roger Federer komfortabel aus an der Spitze der Rangliste nach Grand-Slam-Titeln: Er führte mit 20 vor Rafael Nadal mit 16 und Novak Djokovic mit 12. Doch seitdem haben seine beiden Rivalen drei, respektive vier weitere gewonnen, er keinen mehr. Noch eine Grand-Slam-Krone fehlt Nadal, um mit ihm gleichzuziehen – so nah war der Spanier noch nie dran. Und von der nächsten Generation kommt immer noch keine Hilfe für den 38-jährigen Federer, um die jüngeren Nadal (33) und Djokovic (32) aufzuhalten.

Jeder weitere Major-Titel für einen der grossen drei kann also die Sichtweise auf die Tennis-Geschichte verändern. Umso ärgerlicher sind für Federer die zwei verpassten Matchbälle im Wimbledon-Final. Man kann es aber auch so sehen wie Mats Wilander: Die nächsten drei Jahre werden die aufregendsten, die es im Tennis je gegeben hat, sagte der Schwede. «Und jetzt, da Nadal so nah dran ist, bin ich überzeugt, dass Federer mindestens zwei Jahre weiterspielen wird.»

Der Schweizer legte kürzlich ja dar, was entscheidet, wie lange er noch spielt: seine Gesundheit. Diesbezüglich waren die Rückenschmerzen, die ihn in New York stoppten, ein herber Rückschlag. Doch Federer ist eben auch ein Meister darin, die Dinge positiv umzudeuten. So gesehen wird er es als zusätzliche Motivation nehmen, dass ihm Nadal so nahe gerückt ist. Man darf gespannt sein aufs Australian Open. Das ist seit seinem Comeback mit den Titeln 2017 und 2018 ja Federers erfolgreichstes Major-Turnier.

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