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Nadal: «Der Bruch ist total»

Rafael Nadal äussert sich zum Streit mit dem spanischen Verbandspräsidenten Pedro Muñoz. Dieser sei ein «Diktator» und «Lügner».

Vor der David-Cup-Begegnung mit den USA tragen die spanischen Tennis-Asse einen erbitterten Streit mit Verbands-Präsident Pedro Muñoz aus. «Wir lehnen den Verbandschef total ab», sagte Nadal vor den Medien. «Wir treten in Madrid nur an, weil Muñoz versprochen hat, nicht für eine neue Amtszeit zu kandidieren.»

Halbfinal in Madrid statt am Meer

Der Grund: Die Spieler wollten die Davis-Cup-Begegnung am Mittelmeer austragen. Obwohl Muñoz der Mannschaft versprochen hatte, den Austragungsort selbst wählen zu können, entschied er, den Halbfinal in der grössten Stierkampfarena des Landes zu veranstalten. Dies wohl, weil die 21'000 zahlungskräftige Zuschauer fassende «Las Ventas»-Arena dem Verband höhere Einnahmen verspricht.

Obwohl Nadal und Ferrer gegen die Amerikaner Andy Roddick und James Blake als klare Favoriten gelten, wollten die Spanier auf Meereshöhe spielen. In Madrid, so argumentierten sie, würden die kraftvollen Aufschläge von Roddick wegen der Höhe von 650 m über Meer noch härter geflogen kommen.

«Von Anfang an belogen»

Seit dem gebrochenen Versprechen bezeichnen die Spieler Präsident Muñoz als «Diktator» und «Lügner». «Es geht nicht darum, ob wir in Madrid spielen oder nicht», betonte Nadal. «Das Problem liegt darin, dass dieser Präsident uns von Anfang an belogen hat. Das können wir nicht akzeptieren.»

Das Verhältnis zwischen dem Präsidenten und der Mannschaft scheint total zerrüttet. Beim obligatorischen Team-Diner und der Auslosung der Matches gegen Gegner USA, bei denen sich die Spieler und der Verbandschef nicht aus dem Weg gehen können, wechselten Nadal und Ferrer kein Wort mit dem Präsidenten und vermieden jeglichen Blickkontakt.

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