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Auf Federers Wut folgt die Steigerung

Es war ein Match mit einigen Wacklern und einer Verwarnung. Doch am Ende zauberte der Star des Basler ATP-Turniers wieder.

Erlösung zu später Stunde: Roger Federer musste gegen David Goffin eine Extrarunde drehen.
Erlösung zu später Stunde: Roger Federer musste gegen David Goffin eine Extrarunde drehen.
Reuters
Auf Kurs: Der Topfavorit marschiert in Basel Richtung Titelverteidigung.
Auf Kurs: Der Topfavorit marschiert in Basel Richtung Titelverteidigung.
AFP
Heimspiel: Federers Fans bekennen Farbe.
Heimspiel: Federers Fans bekennen Farbe.
AFP
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Roger Federer bleibt auf Kurs Richtung Traumfinal gegen Rafael Nadal und siebter Titel bei den Swiss Indoors. Der Baselbieter setzte sich im Viertelfinal gegen David Goffin 6:3, 3:6, 6:1 durch und spielt nun gegen den Amerikaner Jack Sock um einen Platz im Endspiel.

Erst kurz vor 22 Uhr und damit fast zwei Stunden später als geplant betrat Federer die St. Jakobshalle. Anlaufschwierigkeiten bekundete er deswegen aber nicht. In der Reprise des letztjährigen Finals spielten sowohl er als auch Goffin mit hohem Tempo, beide versuchten das Spieldiktat an sich zu reissen. Federer war dabei mehrheitlich etwas geschickter und variantenreicher. Im sechsten Game des ersten Satzes schaffte er das Break zum 4:2 unter anderem dank zweier gelungener Netzangriffe.

Der Weltranglisten-Siebzehnte aus Belgien war deutlich weniger gehemmt als noch vor einem Jahr im klar verlorenen Final. Er lieferte sich mit dem Rekordsieger zahlreiche sehenswerte Ballwechsel. Im zweiten Satz nahm er Federer zweimal den Aufschlag ab, zum 3:1 und nach dem sofortigen Rebreak des Baselbieters zum 4:2. Darauf konnte der ab und zu überhastet agierende Einheimische nicht mehr reagieren.

Der Ärger von Federer, der ihm sogar eine Verwarnung eintrug, legte sich dann im dritten Satz wieder. Rasch ging er 3:0 in Führung. Als entscheidend erwies sich das zweite Game: Goffin verspielte einen 30:0-Vorsprung. Beim Breakball hatte er zudem Pech, als sein Vorhand-Schlag um Millimeter neben der Linie landete, wie das Hawk-Eye erkannte. Kurz nach 23.30 Uhr und nach fast 100 Minuten Spielzeit verwertete der Favorit seinen ersten Matchball.

«Es war eine enge Partie, ich hatte Mühe, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen», sagte Federer im Interview auf dem Court. «Goffin ist mit dem Return sehr gefährlich, wenn man nicht wirklich gut serviert. Das hat man im zweiten Satz gesehen. Zum Glück konnte ich im dritten Durchgang dann noch einmal zulegen. Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg.»

Federer spielt heute Samstag um seinen zehnten Finaleinzug in Serie gegen Jack Sock (ATP 29), den er in diesem Jahr in Indian Wells deutlich schlug. Der 23-Jährige erreichte als erster Amerikaner seit Andy Roddick 2010 in Basel die Halbfinals dank einem 5:7, 6:4, 6:2 gegen seinen Landsmann Donald Young (ATP 49). In der durch viele Fehler geprägten Partie durchliefen beide Spieler eine Achterbahn der Gefühle. Im verlorenen ersten Satz führte Sock 2:0, im zweiten mit zwei Breaks 4:1, ehe Young auf 4:4 zurückkam. Danach brach der einstige Junioren-Beste aber ein und gewann nur noch zwei Games.

Der wie Roddick in Nebraska geborene Sock blickt auf erfolgreiche Wochen zurück. Seit dem US Open gewann er 12 seiner 15 Partien und musste sich in die Phase nur Tomas Berdych (zweimal) und Rafael Nadal geschlagen geben. In der vergangenen Woche verpasste er seinen zweiten ATP-Titel nach jenem in Houston im März erst im Final (gegen Berdych). Bei einem Turnier der 500er Kategorie, zu welchen die Swiss Indoors zählen, erreichte er zum ersten Mal die Runde der letzten vier.

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