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Murray siegt mit der Kraft der Wut

Andy Murray steht zum zweiten Mal in Folge im Endspiel von Wimbledon und peilt gegen Novak Djokovic am Sonntag seinen ersten Titel an.

Voller Emotionen: Andy Murray wie er brüllt und lebt.
Voller Emotionen: Andy Murray wie er brüllt und lebt.
Keystone
Stocksauer: Murray ereifert sich, als ihm ein Offizieller erklärt, dass das Dach nach dem dritten Satz geschlossen wird.
Stocksauer: Murray ereifert sich, als ihm ein Offizieller erklärt, dass das Dach nach dem dritten Satz geschlossen wird.
Reuters
Da kann keiner wegschauen: Die Fans vor der Leinwand ausserhalb des Stadions.
Da kann keiner wegschauen: Die Fans vor der Leinwand ausserhalb des Stadions.
Keystone
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Andy Murray bezwang den Polen Jerzy Janowicz (ATP 22) 6:7, 6:4, 6:4, 6:3, tat sich gegen den unberechenbaren 2,03-Meter-Riesen allerdings lange Zeit schwer. Janowicz liess sich in seinem ersten Grand-Slam-Halbfinal von der Atmosphäre auf dem Centre Court nicht beeindrucken, hielt dagegen und entschied den ersten Satz nach drei abgewehrten Breakbällen und einem starken Tiebreak für sich.

Dank einem frühen Break im zweiten Durchgang, das durch zwei Doppelfehler von Janowicz begünstigt wurde, schaffte Murray den Satzausgleich. Die Entscheidung fiel im dritten Durchgang, als der 22-Jährige aus Lodz eine 4:1-Führung verspielte. Mit fünf Games in Serie gelang Murray die Wende, worauf das Dach wegen der einbrechenden Dunkelheit geschlossen wurde.

Hitzige Diskussionen wegen der Schliessung des Daches

Murray geriet fast ausser Sich vor Wut wegen dieses Entscheids und führte eine hitzige Diskussion mit einem Offiziellen. Nach dem Unterbruch fand der Olympiasieger, der insgesamt 20 Asse schlug, schneller wieder seinen Rhythmus. Er breakte Janowicz früh, blieb bei eigenem Service unangetastet und beendete nach 2:51 Stunden mit einem starken Return die Partie.

«Das war der schwierigste Match, den ich hier spielen musste»

«Ich bin unheimlich glücklich. Das war der schwierigste Match, den ich hier spielen musste», sagte Murray nach getaner Arbeit. Er war amüsiert darüber, dass Janowicz während der Pause telefonierte: «Das zeigt, was für ein lockerer Typ er ist.» Zu seinem Ärger über die in seinen Augen verfrühte Schliessung des Daches sagt der Brite, er finde, man solle bei einem Outdoor-Event so lange wie möglich unter freiem Himmel spielen. «Es wäre für weitere 45 Minuten möglich gewesen. Zum Glück habe ich meine Konzentration wiedergefunden.»

Im Final vom Sonntag kreuzt Murray mit Novak Djokovic die Klingen. Der Weltranglistenerste behielt in einem epischen Fünfsätzer gegen Juan Martin Del Potro die Oberhand. Djokovic und Murray, die sieben Tage auseinander geboren sind, stehen sich zum dritten Mal innerhalb von zehn Monaten in einem Grand-Slam-Final gegenüber. Im letzten September hatte Murray am US Open in fünf Sätzen gesiegt und seinen ersten Major-Titel gewonnen, Anfang Jahr nahm Djokovic am Australian Open in Melbourne erfolgreich Revanche.

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