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Im Angesicht des Comebacks

Schubiger kehrt auf den Tennisplatz zurück. Im Wissen, im Prinzip unschlagbar zu sein.

Schubiger sass am Frühstückstisch und übte sich in Selbstvergewisserung. Was Roger recht war, konnte ihm doch nur billig sein. Während jener die Rückkehr auf Platz 1 der Weltrangliste anstrebte, stand er selbst nach Ginsers Anruf vor der Rückkehr auf den Tennisplatz. Wobei Letzteres eine mindestens so grosse Herausforderung war, nach über einem halben trainingsfreien Jahr. Oberflächlich war der Hauptgrund für die lange Abwesenheit vom Centre Court das hartnäckige, aber nunmehr verschwundene Zwicken im Rücken von Ginser gewesen. Doch dieses Zwicken bei Schubigers Hauptsparringpartner kaschierte bei näherer Betrachtung nur schwach seine eigene Trainingsfaulheit und die kleineren Gebrechen, die er zunehmend kultivierte. Es war eben auch zu schön, sich diese von Frau Schubiger aus den grundlos müden Gliedern kneten zu lassen, seit sie von einer Bekannten den faltbaren Schragen vermacht bekommen hatte.

Schubiger fürchtete Kreuzbandrisse, Bandscheibenvorfälle, Herzattacken und Schlimmeres, wenn er an seine Rückkehr in die Tennishalle dachte. Andererseits: Wenn er die Tenniseinheit mit Ginser wider Erwarten überleben würde, hätte er danach tagelang glaubwürdigen Anlass, mit Hundeblick im Gesicht und dem grossen Holzkoffer, aus dem sich diese tolle Massageliege zaubern liess, zu Frau Schubiger zu pilgern. Es gab doch gute Gründe für sein Comeback. Schubiger biss in sein Gipfeli, nahm einen Schluck Kaffee, blätterte durch die Newsquelle seines Vertrauens – und fühlte sich dabei umzingelt von Comebacks. Veroljub Salatic kehrte ins darbende GC-Team zurück. Daniel Vasella in die einträgliche Welt der Verwaltungsräte. Marco Pantani soll mittels Exhumierung gar aus dem Grab zurückkehren. Was sollte da Schubiger noch an seinem Comeback hindern?

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