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«Ich musste hoffen, dass ich die erste Runde überstehe»

Was für ein hartes Stück Arbeit. Warum Roger Federer glaubt, dass sein Zittersieg in der 1. Runde der US Open Gold Wert sein kann.

Simon Graf, New York
Qualifiert sich beim US Open mit viel Mühe für die 2. Runde: Roger Federer. (29. August 2017)
Qualifiert sich beim US Open mit viel Mühe für die 2. Runde: Roger Federer. (29. August 2017)
Keystone
Fairness am Netz: Frances Tiafoe gratuliert Roger Federer. (29. August 2017)
Fairness am Netz: Frances Tiafoe gratuliert Roger Federer. (29. August 2017)
Clive Brunskill/Getty Images, AFP
Bringt mit seinem stürmischen Auftritt Federer in Schwierigkeiten: Frances Tiafoe. (29. August 2017)
Bringt mit seinem stürmischen Auftritt Federer in Schwierigkeiten: Frances Tiafoe. (29. August 2017)
Jewel Samad, AFP
Federer bewegt sich weniger gut, als man sich das von ihm gewohnt ist. (29. August 2017)
Federer bewegt sich weniger gut, als man sich das von ihm gewohnt ist. (29. August 2017)
Jewel Samad, AFP
Der junge US-Amerikaner bietet dem Meister über weite Strecken Paroli. (29. August 2017)
Der junge US-Amerikaner bietet dem Meister über weite Strecken Paroli. (29. August 2017)
Clive Brunskill/Getty Images, AFP
23'000 Zuschauer verfolgen die Partie. (29. August 2017)
23'000 Zuschauer verfolgen die Partie. (29. August 2017)
Julio Cortez, Keystone
Legt eine Pause ein: Frances Tiafoe. (29. August 2017)
Legt eine Pause ein: Frances Tiafoe. (29. August 2017)
Clive Brunskill/Getty Images, AFP
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Wie fühlten Sie sich in Ihrem Startspiel gegen Frances Tiafoe?

Am Anfang war ich sehr vorsichtig. Ich musste mich zuerst wieder daran gewöhnen, auf jeden Ball voll zu laufen. Das hatte ich im Training nicht richtig getan. Den einen oder anderen Ball lässt man da einfach passieren, selbst wenn man topfit ist. Man will sich ja nicht verletzen. Aber ich merkte gegen Tiafoe schnell einmal, dass ich keine Angst mehr haben muss. Doch ich sah Ball anfangs noch nicht richtig, auch die Koordination bei der Beinarbeit stimmte nicht. Weil ich in den letzten zwei Wochen einfach nicht genug Tennis gespielt hatte. Da war es logisch, dass ich den ersten Satz verlor. Aber danach spielte ich offensiver, stand ich näher an der Linie, so wie ich das schon das ganze Jahr getan hatte. Abgesehen vom ersten Satz war es eigentlich ein recht guter Match.

Trotzdem mussten Sie über fünf Sätze gehen und zuletzt noch zittern. Wieso?

Der zweite und der dritte Satz waren sehr gut. Aber es überrascht mich nicht, dass danach wieder eine kleine Baisse kam. Meine Vorbereitung war ja stark beeinträchtigt gewesen. In der ersten Woche nach Montreal stand ich nur zwei Stunden auf dem Court, in der zweiten spielte ich im Training zwar schon wieder Sätze. Doch gegen Ende der Woche entschieden wir uns im Team, dass ich mir nochmals mehr Zeit nehme, zu regenerieren und Übungen zu machen, um den Rücken zu stärken. So musste ich hoffen, dass ich die erste Runde überstehe, damit ich via Matches Selbstvertrauen schöpfen kann.

Und wie fühlt sich Ihr Rücken nun an?

Gut. Auch jetzt, da sich mein Körper entspannt hat, habe ich keine Schmerzen. Ich hoffe, dass dies am Morgen danach auch so sein wird. Aber ich bin überzeugt, dass der Rücken von Tag zu Tag besser wird. Mit dieser Hoffnung, ja mit dieser Gewissheit stieg ich in dieses Turnier. Wenn ich befürchtet hätte, es würde von Runde zu Runde schlechter, wäre ich nicht angetreten. Ich habe nun fünf Sätze gespielt. Das gibt mir extrem viele Informationen und auch Vertrauen. Das ist genau das, was ich brauche. Jetzt muss einfach noch der Rücken halten. Dann könnte es Gold wert sein, dass ich heute so durchgekommen bin.

Was machte am Ende den Unterschied gegen Tiafoe? Die Erfahrung?

Ich denke schon. Er war im Hoch, nachdem er den vierten Satz gewonnen hatte. Aber ich blieb ruhig und sagte mir: Ich bin froh, in einem fünften Satz zu sein. Es hätte auch schlimmer kommen können nach dieser Vorbereitung. Ich hatte das Gefühl, dass der Match wieder auf meine Seite kippt, wenn ich den Ball gut treffe. So kam es dann auch. Zudem konnte ich wieder einmal meine Kämpferqualitäten unter Beweis stellen. Fünf Sätze im Arthur Ashe Stadium, das ist auch nicht so schlecht, oder?

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