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«Ich musste die Ballwechsel fünfmal gewinnen»

Nach seiner Niederlage gegen Andy Murray erklärt Lokalmatador Nick Kyrgios, woran es gelegen hat. Der Brite nimmt derweil Stellung zu Tomas Berdychs Geheimwaffe im Halbfinal.

Fand kein Rezept gegen den starken Andy Murray: Der Australier Nick Kyrgios.
Fand kein Rezept gegen den starken Andy Murray: Der Australier Nick Kyrgios.
Reuters

Ob er bereit sei, australische Herzen zu brechen, wurde Andy Murray vor der Partie gegen den Lokalmatador Nick Kyrgios gefragt. «Ich will keine Herzen brechen. Alles, was ich will, ist Nick schlagen», antwortete der Brite. Das tat er auch – und wie. In etwas über zwei Stunden liess Murray nie Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Der Schotte weiss auch, weshalb er so deutlich gewonnen hat:« Ich habe besser retourniert und gut aufgeschlagen.» Dennoch sei es alles andere als eine einfache Aufgabe gewesen, der Wind habe ihm zu schaffen gemacht. «Aber ich bin zufrieden damit, wie ich diese Aufgabe gemeistert habe.»

Auch Kyrgios ist trotz der heutigen Lehrstunde nicht unzufrieden mit seinem Turnierverlauf. «Ich bin sehr stolz. Natürlich wollte ich gewinnen heute Abend, aber er war einfach zu gut für mich», sagte der 19-Jährige anerkennend. Auch neben dem Platz verstehen sich die beiden gut: «Er ist einer, der mich immer unterstützt hat.» Und Murray nimmt den Teenager, der auf dem Platz seinen Emotionen gerne mal freien Lauf lässt, in Schutz: «Manchmal sagt er Dinge, die er vielleicht nicht sagen sollte, aber das macht man halt mit 19 Jahren. Er ist aber eigentlich ein netter Junge, der immer höflich und respektvoll war.»

Souverän: Andy Murray liess nie Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen.
Souverän: Andy Murray liess nie Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen.
Keystone
Geknickt: Murray gratuliert dem deutlich unterlegenen Australier Nick Kyrgios
Geknickt: Murray gratuliert dem deutlich unterlegenen Australier Nick Kyrgios
Keystone
Treue Fans: Die australischen Anhänger hielten trotz allem bis zum Schluss zu ihrem Nachwuchsstar.
Treue Fans: Die australischen Anhänger hielten trotz allem bis zum Schluss zu ihrem Nachwuchsstar.
AFP
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Auf dem Platz tauschten die beiden trotz allem keine Nettigkeiten aus. Murray bewies, wie komplett sein Spiel ist. Immer wieder brachte er in extremis Bälle zurück und zwang Kyrgios zu einem weiteren Schlag. «Ich hatte teilweise das Gefühl, den Ballwechsel fünfmal gewinnen zu müssen», erklärte der Australier. Auf der anderen Seite schlug Murray 48 Winner bei 28 unerzwungenen Fehlern – das Angriffsspiel funktioniert also auch.

Berdychs Geheimwaffe

Das wird auch Tomas Berdych zu spüren bekommen, in den Halbfinals kommt es zum elften Duell zwischen den beiden. Doch der Tscheche hat eine Geheimwaffe: Dani Vallverdu. Der Venezolaner war lange Trainingspartner von Murray, bevor er im Dezember des letzten Jahres dem Coachingteam um Berdych beitrat. «Damit muss man klarkommen als Spieler. Ich will nicht Dani schlagen, ich will Berdych schlagen», so Murray. Es sei auch kein Problem, dass Vallverdu ihn so gut kenne: «Ich weiss auch, was Dani von Berdychs Spiel hält, weil er es mir gesagt hat – das funktioniert also auf beide Seiten.»

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