«Ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen»

Roger Federer erklärt seine Niederlage im US-Open-Achtelfinal gegen John Millman mit den extremen Bedingungen.

Federers Pressekonferenz nach dem Out gegen Millman. Video: Youtube/ESPN

Roger Federer, was war heute das Problem und wie sehr haben die Bedingungen Ihre Leistung beeinflusst?
Es war sehr heiss und einer der Abende, an denen du das Gefühl hast, du bekommst keine Luft mehr. Ich hatte Probleme mit den Bedingungen. Warum, weiss ich nicht, denn das ist mir schon lange nicht mehr passiert.

Wann haben Sie gemerkt, dass es heute schwierig werden würde?
Ich habe sofort gespürt, dass es sehr heiss ist, weswegen ich mich draussen aufwärmte, um mich daran zu gewöhnen. Die Probleme begannen dann bereits zu Beginn des zweiten Satzes, weshalb es doppelt bitter war, dass ich diesen verlor. Danach gab es verschiedene Phasen, mal ging es besser, mal schlechter. In einem Best-of-5-Match hat man mehrere Leben.

Mit Ferrer und Juschni hatten in der ersten Woche Spieler in Ihrem Alter ebenfalls aufgegeben. Spürt man bei diesen Bedingungen das Alter besonders?
Es ist keine Frage des Alters. Ferrer hatte ein Problem mit der Achillessehne, bei Juschni weiss ich nicht, was der Grund war. Viele Spieler hatten aber Probleme – auch, weil in den grossen Stadien die Luft kaum zirkuliert. Mir ist erstmals seit langem wieder passiert, dass ich Probleme bekundete.

Hatte der Gegner keine Schwierigkeiten?
John (Millman, die Red.) ist sicher einer, der sich solche Bedingungen gewöhnt ist. Er konnte besser damit umgehen, vielleicht weil er aus Brisbane kommt, aus einem der feuchtesten Orte der Welt. Er hatte heute jedenfalls weniger Probleme als ich. Allerdings hatte auch er Mitte des zweiten Satzes Mühe, aber ich hatte immer das Gefühl, dass ich mehr am Limit bin als er. Er hat unter schwierigen Bedingungen grossartig gespielt.

Video: Federer scheitert an Millman

Ein Vorhandfehler besiegelt das Aus des Baselbieters. Video: SRF

Sie haben sehr schwach aufgeschlagen. Woran lag das?
Durch die Luftfeuchtigkeit und die Hitze hast du eine Müdigkeit im Körper, weil dieser den Sauerstoff kaum aufnimmt. Das kann dazu führen, dass man nicht so gut serviert oder nicht so explosiv spielt, wie man sich das wünscht. Den Rhythmus zu finden, war nicht einfach. Zudem ist alles nass; der Griff, die Hand, die Kleider. Das macht die ganze Sache noch schwieriger. Ich wünschte, ich wäre mit 2:0 Sätzen in Führung gegangen, vielleicht hätte sich der Match anders entwickelt. Ich hatte bis am Ende meine Chancen.

Wie gehen Sie mit der Enttäuschung um?
Es ist keine Schande, das kann passieren. Also schaust du vorwärts und gönnst dir etwas Erholung. Danach komme ich zurück für den Laver-Cup und hoffe, das Jahr stark zu beenden.

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sda/ädu

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