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Halsbrecherische Klettermanöver wegen Federer

Wenn der Maestro am US Open trainiert, bricht das Chaos aus. Sein Rücken scheint vor seinem Startspiel gegen Frances Tiafoe (gegen 3 Uhr morgens, MEZ) wieder gut.

Roger Federer an der Pressekonferenz vor dem Start des US Open.
Roger Federer an der Pressekonferenz vor dem Start des US Open.
Keystone
Federer war am Arthur Ashe Kids' Day dabei. Nebst vielen Aktivitäten für Kinder zeigten die Stars ihr Können.
Federer war am Arthur Ashe Kids' Day dabei. Nebst vielen Aktivitäten für Kinder zeigten die Stars ihr Können.
Getty Images
Roger Federer bei seinem letzten Triumph am US Open im Jahr 2008.
Roger Federer bei seinem letzten Triumph am US Open im Jahr 2008.
Reuters
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In Flushing Meadows wurde vor einigen Jahren eine Tribüne gebaut, von der aus man die fünf Trainingsplätze übersieht. Meistens ist sie halbleer. Trainings sind nicht besonders interessant – in der Regel. Doch am Montag gegen halb vier Uhr nachmittags brach plötzlich Hektik aus. Roger Federer betrat den Court, zusammen mit seinen Coaches Ivan Ljubicic und Severin Lüthi sowie Vater Robert, der sich einen Eindruck verschaffen wollte vom Formstand seines Sohnes. Und derweil sich Federer für seine Einheit bereit machte, wurde die Tribüne gestürmt. Die Verwegensten setzten sogar zu Klettermanövern an, um einen Blick auf den Maestro zu erheischen. Sie hätten auch online zuschauen können, schliesslich wurde die Trainingseinheit vom US Open live gestreamt. Über 560 000 klickten drauf.

Doch wer ein wahrer Federer-Fan ist, wollte ihn in Fleisch und Blut erleben. Das Gedränge führte zu bizarren Szenen. Der Reporter von «Tennis.com» beobachtete, wie jemand schrie: «Serena Williams gibt Autogramme auf Court 5!» Doch das Ablenkungsmanöver verfing nicht. Eine Frau bot ihren Platz mit guter Aussicht für 50 Dollar an.

Federer enttäuschte die Zuschauer nicht. Er bot ihnen während seiner 50-minütigen Einheit sogar einen Sabr (Halbvolley-Return) und einen Tweener (Schlag durch die Beine). Der Schweizer wirkte sehr locker, schwang voll durch, auch beim Service. Der Rücken scheint ihn nicht mehr zu behindern. Er ist also bereit für seinen ersten Auftritt im Turnier, in der Nacht auf Mittwoch (zirka 3 Uhr morgens, MEZ) gegen Frances Tiafoe. Da wird es kein Gedränge geben. Wer ein Ticket hat, darf rein. 23 771 werden da sein.

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