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Freude bei Bacsinszky – Frustration bei Golubic

Timea Bacsinszky deklassiert in der 2. Runde ihre Gegnerin. Für Viktorija Golubic dagegen ist das Turnier in Wimbledon zu Ende.

Im Eilzugstempo: Timea Bacsinszky hat problemlos die 3. Runde an der Church Road erreicht. (6. Juli 2017)
Im Eilzugstempo: Timea Bacsinszky hat problemlos die 3. Runde an der Church Road erreicht. (6. Juli 2017)
Peter Klaunzer, Keystone
Die Romande bezwingt Kristina Kucova in zwei Sätzen 6:1, 6:0 und braucht nur 48 Minuten.
Die Romande bezwingt Kristina Kucova in zwei Sätzen 6:1, 6:0 und braucht nur 48 Minuten.
Alastair Grant (AP), Keystone
...überraschend den Argentinier Juan Martin Del Potro in drei Sätzen aus dem Turnier wirft.
...überraschend den Argentinier Juan Martin Del Potro in drei Sätzen aus dem Turnier wirft.
Oli Scarff, AFP
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Als letzte Schweizerin im Einzel ist Timea Bacsinszky (WTA 20) in Wimbledon vertreten. Die Lausannerin befindet sich auf Kurs und erreichte in nur 48 Minuten dank einem 6:1, 6:0 gegen die Slowakin Kristina Kucova (WTA 105) wie in den letzten beiden Jahren die 3. Runde.

In der Runde der letzten 32 wird Bacsinszky am Samstag aller Voraussicht nach mehr gefordert werden. Sie trifft auf die Weltranglisten-Zehnte Agnieszka Radwanska. Die Polin stand 2012 in Wimbledon im Final (Dreisatz-Niederlage gegen Serena Williams) sowie 2013 und 2015 im Halbfinal, kam in dieser Saison allerdings noch nicht auf Touren. Die beiden bisherigen Duelle gegen die 28-Jährige aus Krakau entschied Bacsinszky 2015 im Fed Cup (6:1, 6:1) und 2016 in Miami (2:6, 6:4, 6:2) für sich.

Wie vor zwei Jahren?

Der Schweizer Nummer 1 ist durchaus zuzutrauen, dass ihr in diesem Jahr ein ähnlicher Parcours wie 2015 gelingt, als Bacsinszky nach ihrer ersten Halbfinal-Qualifikation am French Open in Paris wenige Wochen später in Wimbledon in die Viertelfinals vorstiess.

Jedenfalls fühlt sich Bacsinszky körperlich viel besser als im vergangenen Jahr, als die 3. Runde für sie Endstation bedeutete. «Ich hatte damals in der ersten Jahreshälfte beim Versuch, meinen Status als Top-Ten-Spielerin zu halten, soviel Energie verpufft, dass ich in Wimbledon völlig ausgelaugt war.»

Abrutschen im Ranking

Viktorija Golubic dagegen scheiterte in der 2. Runde. Die angeschlagene 24-jährige Zürcherin verlor nach einem hart umkämpften dritten Satz gegen die Ukrainerin Lesia Zurenko (WTA 35) 1:6, 6:2, 3:6. Nach zwei einseitig verlaufenen Durchgängen behielt die Ukrainerin im hart umkämpften dritten Satz bei Temperaturen von über 30 Grad das bessere Ende für sich. Nach knapp eineinhalb Stunden beendete Golubic die Partie mit einem Doppelfehler.

Ein geheimnisvoller Friedhof, ein verwarnter Roger Federer: Tennisjournalist René Stauffer über Mythen und Traditionen in Wimbledon. (Video: Lea Koch)

Nach einem fehlerhaften und total misslungenen ersten Satz hatte sich Golubic im zweiten Durchgang in die Partie zurückgekämpft. Und auch zu Beginn des dritten Durchgangs war die Zürcherin am Drücker. Im Gegensatz zu ihrer Widersacherin vermochte sie aber ihre Chancen als Rückschlägerin nicht zu nützen. Zurenko schaffte das Break zum 3:2 und wehrte im folgenden Game zwei Breakbälle ab, wodurch die Partie zugunsten der letztjährigen Achtelfinalistin am US Open kippte. Die 28-Jährige au Kiew stiess damit erstmals in ihrer Karriere in Wimbledon in die 3. Runde vor.

Golubic kann Wimbledon nach ihrer ersten Teilnahme im Hauptfeld erhobenen Hauptes verlassen, obwohl sie sich nach dem Aus frustriert und enttäuscht war. In der Weltrangliste wird die Zürcherin allerdings von Rang 73 aus den Top 100 rutschen, da ihr nach Wimbledon die Punkte des Turniersiegs von Gstaad im letzten Jahr aus der Wertung fallen.

Djokovic problemlos

Novak Djokovic gab sich auch bei seinem zweiten Einsatz keine Blösse. Der Serbe stiess ohne Mühe in die 3. Runde vor. Nachdem die Auftaktpartie von Djokovic nach zehn Games wegen der Aufgabe des Gegners Martin Klizan hatte abgebrochen werden müssen, spielte er gegen den Tschechen Adam Pavlasek seinen Dreisatz-Sieg aus und gewann in 95 Minuten 6:2, 6:2, 6:1. Der 22-jährige Pavlasek, die Weltnummer 136, war in keiner Weise in der Lage, den dreifachen Wimbledon-Champion in Bedrängnis zu bringen.

In der 3. Runde bekommt es Djokovic mit dem Letten Ernests Gulbis (ATP 589) zu tun, der sich gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro (ATP 32) überraschend in drei Sätzen (6:4, 6:4, 7:6) durchsetzte.

Pliskova out – Drama um Mattek-Sands

Mit Karolina Pliskova scheiterte eine weitere Favoritin auf den Turniersieg. Die Weltranglisten-Dritte verlor gegen die im dritten Satz entfesselt aufspielende Magdalena Rybarikova (WTA 87) aus der Slowakei 6:3, 5:7, 2:6. Für Rybarikova, die erst im Februar nach einer siebenmonatigen Pause aufgrund einer Handgelenk- und Knie-Operation auf die Tour zurückgekehrt war, war es im 17. Spiel auf Rasen in diesem Sommer der 16. Sieg. Die beiden ITF-Vorbereitungsturniere in Surbiton und Ilkley hatte sie gewonnen.

Ein Drama spielte sich in der Partie zwischen Bethanie Mattek-Sands und Sorana Cirstea ab. Die Amerikanerin stürzte zu Beginn des dritten Satzes bei einem Netzangriff und zog sich dabei eine schmerzhafte, schwere Knieverletzung zu. Mattek-Sands musste noch auf dem Platz mehr als 20 Minuten ärztlich betreut und notversorgt werden, ehe sie ins Spital transportiert wurde.

Wimbledon. Grand-Slam-Turnier (31,6 Mio Pfund/Rasen). Männer. 2. Runde: Roger Federer (SUI/3) s. Dusan Lajovic (SRB) 7:6 (7:0), 6:3, 6:2. Novak Djokovic (SRB/2) s. Adam Pavlasek (CZE) 6:2, 6:2, 6:1. Milos Raonic (CAN/6) s. Michail Juschni (RUS) 3:6, 7:6 (9:7), 6:4, 7:5. Dominic Thiem (AUT/8) s. Gilles Simon (FRA) 5:7, 6:4, 6:2, 6:4. Alexander Zverev (GER/10) s. Frances Tiafoe (USA) 6:3, 6:4, 6:3. Tomas Berdych (CZE/11) s. Ryan Harrison (USA) 6:4, 6:3, 6:7 (8:10), 6:3. Grigor Dimitrov (BUL/13) s. Marcos Baghdatis (CYP) 6:3, 6:2, 6:1. Gaël Monfils (FRA/15) s. Kyle Edmund (GBR) 7:6 (7:1), 6:4, 6:4. Sebastian Ofner (AUT) s. Jack Sock (USA/17) 6:3, 6:4, 3:6, 2:6, 6:2. Dudi Sela (ISR) s. John Isner (USA/23) 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 5:7, 7:6 (7:5), 6:3. Albert Ramos-Viñolas (ESP/25) s. Andrej Rublew (RUS) 7:5, 6:7 (6:8), 4:6, 6:3, 6:4. Mischa Zverev (GER/27) s. Michail Kukuschkin (KAZ) 6:1, 6:2, 2:6, 3:6, 6:4. Ernests Gulbis (LAT) s. Juan Martin Del Potro (ARG/29) 6:4, 6:4, 7:6 (7:3). David Ferrer (ESP) s. Steve Darcis (BEL) 3:0 w.o. Jared Donaldson (USA) s. Paolo Lorenzi (ITA/32) 6:4, 7:6 (7:0), 6:7 (0:7), 6:2.

Frauen. 2. Runde: Timea Bacsinszky (SUI/19) s. Kristina Kucova (SVK) 6:1, 6:0. Lesia Zurenko (UKR) s. Viktorija Golubic (SUI) 6:1, 2:6, 6:3. Angelique Kerber (GER/1) s. Kirsten Flipkens (BEL) 7:5, 7:5. Magdalena Rybarikova (SVK) s. Karolina Pliskova (CZE/3) 6:3, 5:7, 6:2. Caroline Wozniacki (DEN/5) s. Tsvetana Pironkova (BUL) 6:3, 6:4. Swetlana Kusnezowa (RUS/7) s. Jekaterina Makarowa 6:0, 7:5. Agnieszka Radwanska (POL/9) s. Christian McHale (USA) 5:7, 7:6 (9:7), 6:3. Alison Riske (USA) s. Kristina Mladenovic (FRA/12) 2:6, 6:4, 6:4. Garbiñe Muguruza (ESP/14) s. Yanina Wickmayer (BEL) 6:2, 6:4. Coco Vandeweghe (USA/24) s. Tatjana Maria (GER) 6:4, 6:2. Anett Kontaveit (EST) s. Daria Kassatkina (RUS/29) 6:3, 6:2. Shelby Rogers (USA) s. Lucie Safarova (CZE/32) 6:7 (4:7), 6:4, 6:3.

SDA/fal

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