Federers Revanche am Melbourne-Bezwinger

Andreas Seppi war Endstation für Roger Federer beim Australian Open. Nun machte es der Schweizer in Indian Wells besser.

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René Stauffer@staffsky

Roger Federer glückte gegen Andreas Seppi (ATP 33) in der Nightsession von Indian Wells die Revanche für die Viersatzniederlage von Melbourne, zufrieden war er aber nicht sonderlich, als er sein Tageswerk beendet hatte. «Es ist zwar schön, dass ich diese unangenehmen Erinnerungen schnell wieder etwas tilgen konnte, aber wir spielten beide nicht sehr gut», sagte er nach dem 6:3, 6:4, dem 11. Sieg im 12. Vergleich mit dem Südtiroler.

Das Niveau des Turniers sei bisher ohnehin noch nicht sehr hoch, fand Federer; auch Novak Djokovic und Rafael Nadal hätten bisher ungewohnte Mühen gehabt. Dies hängt gemäss vielen Spielern mit den verwendeten Bällen zusammen, die einmal mehr in Indian Wells in der Kritik stehen. Wie Stan Wawrinka ist auch Federer mit ihnen unzufrieden: «Sie fliegen ungewohnt. Ich bin immer noch daran, herauszufinden, mit wie viel Topspin ich spielen muss», sagte er. «Die Bedingungen sind langsamer als an allen Turnieren der letzten fünf Monate.»

Gegen Jack Sock Sieg Nummer 50?

Federer steht in Indian Wells als vierfacher Champion nun bei 49 Siegen. Den 50. Erfolg will er in der Nacht auf morgen holen, gegen den 22-jährigen Amerikaner Jack Sock, der erstmals an einem Masters-1000-Turnier in die Achtelfinals vorgestossen ist. Die Nummer 58, die Bautista Agut schlug, liess sich erst im vergangenen Dezember an der Hüfte operieren. Federer trifft erstmals auf den Mann aus Nebraska, dem er eine gute Vorhand und einen starken Aufschlag attestiert.« Ich kenne ihn aber ziemlich gut, auch wenn wir noch nie gegeneinander gespielt haben», sagte er. «In der Garderobe scherzen wir stets miteinander.»

Gegen Seppi brauchte Federer vier Breakbälle, um ihm im ersten Satz ein Aufschlagspiel abzunehmen (zum 5:3). Im zweiten führte er 3:1, musste den Südtiroler aber zum 3:3 ausgleichen lassen, ehe er auf 5:3 wegzog. Dann vergab er als Rückschläger drei Matchbälle, ehe er seinen Aufschlag mit etwas Mühe ein letztes Mal durchbrachte und dabei mit einem Vorhandwinner den 4. Matchball versenkte.

DerBund.ch/Newsnet

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