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«Federer wird mit 35 nicht nochmals die Nummer 1»

Die einen feiern, die anderen denken bereits an die nächste Saison. Reaktionen zum spektakulären Saisonfinal.

Allen Grund zum Jubeln: Andy Murray stemmt zum ersten Mal in seiner Karriere die Trophäe der ATP-Finals in die Höhe und beendet die Saison als Weltnummer eins.
Allen Grund zum Jubeln: Andy Murray stemmt zum ersten Mal in seiner Karriere die Trophäe der ATP-Finals in die Höhe und beendet die Saison als Weltnummer eins.
Alastair Grant/AP Photo
Finalissima als krönender Saisonabschluss: Die beiden besten Spieler der Welt duellieren sich um den Titel bei den ATP-Finals und damit auch gleich um die Position an der Weltspitze.
Finalissima als krönender Saisonabschluss: Die beiden besten Spieler der Welt duellieren sich um den Titel bei den ATP-Finals und damit auch gleich um die Position an der Weltspitze.
Glyn Kirk, AFP
Pure Erleichterung: Andy Murray gewinnt dank einem klaren 2-Satz-Sieg über Novak Djokovic erstmals die World Tour Finals. Der Brite beendet dank seinem Triumph in London die Saison als Weltnummer eins.
Pure Erleichterung: Andy Murray gewinnt dank einem klaren 2-Satz-Sieg über Novak Djokovic erstmals die World Tour Finals. Der Brite beendet dank seinem Triumph in London die Saison als Weltnummer eins.
Clive Brunskill/Getty Images
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Es war eine historische Partie: Zum ersten Mal überhaupt ging es beim Finalspiel der ATP-Tour-Finals für beide Finalisten um die Nummer-1-Position Ende des Jahres. Novak Djokovic und Andy Murray bewiesen, warum einer von ihnen die Nummer 1 Ende des Jahres sein muss. Auf schier endlose Grundlinienduelle dürfen sich die Fans auch 2017 freuen.

Murray bestätigte mit dem Gewinn des Masters die Wachablösung im Männertennis, die er vor zwei Wochen in Paris eingeleitet hatte. Der 29-jährige Schotte zeigte zum Abschluss der Saison noch einmal eine erstaunliche Leistung. Trotz leerem Tank spielte Murray Djokovic im ersten Satz an die Wand.

«Ich habe diese Erfolge nie und nimmer erwartet», gab Murray zu. «Es ist unglaublich schön, das Spiel um die Nummer 1 vor heimischem Publikum zu gewinnen. Noch vor sechs, sieben Wochen rechnete ich nicht damit, dass es möglich sein würde, das Jahr als Nummer 1 zu beenden.»

Die ultimative Huldigung für Murray kam von Djokovic: «Andy verdient es, die Nummer 1 zu sein. Er war heute der stärkste Spieler. Und hören Sie auf, ihm Fragen zur nächsten Saison zu stellen. Andy soll den Moment geniessen können», betonte Djokovic dann noch. Er wollte, dass sein Dauerkonkurrent die wohl schönsten Minuten seiner Karriere ohne Hintergedanken feiern kann.

Erst 17 Spieler vor ihm haben das Gleiche geschafft: Ende des Tennisjahres die Nummer 1 der Welt zu sein. Seit 1973 wird die Weltrangliste geführt. Unter ihnen natürlich Federer, Djokovic, Nadal, Sampras oder McEnroe.

«Magical Murray», schrieb auch die «Sun» nach diesem denkwürdigen Saisonende. «On Top of the World», titelte der Mirror. Und in einer Umfrage des Mirror stimmen 83 Prozent dafür, dass Murray auch 2017 die Saison als Nummer 1 der Welt beenden wird.

Dieser Meinung ist auch der ehemalige Tennisspieler Mats Wilander. Die frühere Nummer 1 sieht momentan niemanden auf der Höhe von Murray: «Federer wird mit 35 nicht nochmals die Nummer 1. Vielleicht gewinnt er noch einen Grand Slam.» Auch einem Nadal oder Djokovic traut er nicht mehr allzu viel zu. «Am Schluss bleibt Andy Murray», sagt Wilander gegenüber der BBC.

Reaktionen in den sozialen Medien

In den sozialen Medien gab es zahlreiche Gratulanten, die den Schotten feierten. Bruder Jamie Murray liess seine Freude auf Twitter aus. «Top of the world», schrieb er mit Emojis.

Die Murrays und ganz Grossbritannien feiern ein sensationelles Tennisjahr. Andy ist die Weltnummer 1 im Einzeln, sein Bruder Jamie ist zusammen mit seinem brasilianischen Partner Bruno Soares das beste Doppelteam auf der Tour.

Mutter der beiden Murray-Söhne, Judy, postete das Rezept eines Cocktails, der nach den Feierlichkeiten der letzten Nacht helfen soll. Den «Bloody Murray».

Natürlich hat sich auch Roger Federer zum Saisonfinale geäussert.

Stan Wawrinka freut sich bereits auf die nächste Saison.

David Cameron, der ehemalige Premierminister Grossbritanniens, ehrte Murray mit einem Twitter-Post.

Bei Twitter-Posts darf auch Gary Lineker nicht fehlen. Der ehemalige Fussballer hat sich in Murray verliebt.

Tommy Haas denkt in diesem Moment an Mama Murray.

Nicola Sturgeon, schottische Regierungschefin, ist mächtig stolz auf ihren Landsmann.

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