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Federer nach Umweg in der 3. Runde

Roger Federer gewinnt in der zweiten Runde des Australian Open gegen den Italiener Simone Bolelli nach verlorenem Startsatz. Zu schaffen machte dem Schweizer auch ein vermeintlicher Bienenstich.

Musste härter kämpfen als erwartet: Roger Federer.
Musste härter kämpfen als erwartet: Roger Federer.
Keystone
Legte los wie die Feuerwehr: Simone Bolelli gelang ein Start nach Mass.
Legte los wie die Feuerwehr: Simone Bolelli gelang ein Start nach Mass.
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Schlüssel zum Erfolg: WIe schon in der ersten Partie schlug Federer auch heute wieder sehr gut auf.
Schlüssel zum Erfolg: WIe schon in der ersten Partie schlug Federer auch heute wieder sehr gut auf.
Keystone
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So hatte sich Roger Federer den Start in diese Partie sicher nicht vorgestellt. Sein Gegner, Simone Bolelli (ATP 48), feuerte aus vollen Rohren. Der Italiener traf jede Vorhand, servierte ausgezeichnet und schaffte so, was nur wenigen gelingt: Federer wegzudrücken. «Bolelli ist sehr gut gestartet», sagte Federer im Platzinterview. Das Rezept sei einfach gewesen am Anfang: «Ich hoffte, dass er nicht so durchspielen wird und konzentrierte mich auf meinen eigenen Aufschlag.»

Doch so einfach war es nicht, denn Bolelli schaffte im ersten Satz beim Stand von 2:1 das Break. Federer konnte den Rückstand nicht mehr wettmachen und verlor den ersten Satz — zum ersten Mal überhaupt gab der Schweizer gegen Bolelli einen Durchgang ab. In der Pause liess Federer den Physio auf den Platz kommen, offenbar hatte er ein Problem mit dem kleinen Finger der rechten Hand. «Ich dachte zuerst, eine Biene hätte mich gestochen, aber das war es nicht. Ein ungewohnter Schmerz, der gegen Ende dann zum Glück nachliess», klärte Federer nach dem Spiel auf.

Federers Hoffnungen bewahrheiteten sich dann relativ schnell. Bis zum 3:3 im zweiten Satz spielte der Italiener noch gross auf, dann war die Luft zunehmend draussen. Der Baselbieter holte sich das Break zum 5:3 und servierte locker zum Satzausgleich. Im Anschluss passte dann gar nichts mehr zusammen bei Bolelli, er wurde gleich zu Beginn des dritten und vierten Satzes gebreakt und musste in beiden Sätzen ein weiteres Mal seinen Service abgeben. Nach 2:09 Stunden stand es schliesslich 3:6, 6:3, 6:2, 6:2 für Federer.

«Ich sah mich schon meine Niederlage erklären»

Im Anschluss an die Partie gab er sich sehr erleichtert: «Ich sah mich schon meine Niederlage erklären. Manchmal ist es halt schon ein Nachteil, als Favorit in eine Partie zu gehen.» Damit muss der Schweizer aber klarkommen, denn in der nächsten Runde trifft er entweder auf Andreas Seppi oder Jérémy Chardy. «Ich würde lieber gegen Seppi spielen, gegen ihn habe ich noch nie verloren.» Gegen Chardy hat Federer erst dreimal gespielt, jedes Mal gingen die Partien über die volle Distanz von drei Sätzen. In Rom hat der Schweizer im letzten Jahr sogar verloren. «Chardy ist ein gefährlicher Spieler.

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