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Federer nach Fehlerflut und Matchball out

Der erste Auftritt als vierfacher Vater gerät für Roger Federer in Rom zur Enttäuschung. Nach einer veritablen Fehlerorgie unterliegt der Baselbieter dem ungesetzten Franzosen Jeremy Chardy.

20 unerzwungene Fehler im zweiten Satz: Roger Federer kam nach einem brillanten Start von der Siegerstrasse ab.
20 unerzwungene Fehler im zweiten Satz: Roger Federer kam nach einem brillanten Start von der Siegerstrasse ab.
AFP
Starker Start: Den ersten Satz gewann Federer in nur 24 Minuten.
Starker Start: Den ersten Satz gewann Federer in nur 24 Minuten.
AFP
Eingefangen von der Spezialkamera: Federer beim Service.
Eingefangen von der Spezialkamera: Federer beim Service.
AFP
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Roger Federer startete im ausverkauften Römer Foro Italico vor 10'400 Zuschauern furios in seine Auftaktpartie gegen Jeremy Chardy. Den ersten Satz gewann der Schweizer bei windigen Verhältnissen in gerade einmal 24 Minuten mit 6:1. Alles schien nach seinem Gusto zu laufen.

Im zweiten Durchgang schlichen sich aber auf einmal reihenweise Fehler in das Spiel des Favoriten ein. Chardy breakte Federer im vierten Game und baute seine Führung anschliessend auf 4:1 aus. Beim Stand von 4:2 aus seiner Sicht wehrte der Franzose zwei Breakchancen ab und schaffte schliesslich mit einem 6:3 den Satzausgleich. Federer unterliefen nicht weniger als 20 Unforced Errors.

Der Entscheidungssatz begann für den Weltranglistenvierten denkbar schlecht. Bei eigenem Aufschlag geriet er 0:40 in Rückstand, rettete sich mit fünf Punktgewinnen aber zunächst vor dem nächsten Serviceverlust. Das Unheil in Gestalt eines Servicedurchbruchs für Chardy ereilte Federer wenig später trotzdem. Er wehrte bei 2:2 und 0:40 die ersten beiden Breakchancen ab, setzte dann aber den Ball mit einem Lob weit ins Out.

Chardy besass anschliessend noch einmal drei Möglichkeiten zum Break. Statt 5:2 für den Aussenseiter hiess es wenig später jedoch 4:4. Federer, von stehenden Ovationen des Publikums angetrieben, hatte im achten Game den Service der Nummer 47 durchbrochen. So kam es zum finalen Akt des Tennisdramas, dem Tiebreak. Dort erspielte sich Chardy das erste Minibreak, ehe Federer zurückschlug und bei 6:5 zum Match servieren konnte. Doch der 17-fache Major-Champion begann ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt wieder zu schwächeln, gab beide Punkte bei eigenem Aufschlag ab und besiegelte anschliessend mit einem Returnfehler sein Ausscheiden.

Es ist bereits das fünfte Mal in den letzten zehn Jahren, dass Federer in Rom vor den Viertelfinals scheitert. Diesmal ist der K. o. doppelt bitter. Weil der Schweizer in der letzten Saison den Final erreicht hatte, verliert er wertvolle Punkte im ATP-Ranking. Für Chardy ist der Coup gegen Federer einer der grössten Erfolge seit längerer Zeit. Letztmals hatte er am Australian Open 2013 einen Top-10-Spieler geschlagen, den Argentinier Juan Martin Del Potro.

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