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Federer lädt zum Duell der Giganten

Roger Federer lässt Jack Sock im Halbfinal nicht den Hauch einer Chance und siegt 6:3, 6:4. Somit trifft der Schweizer morgen im Endspiel auf Rafael Nadal.

Am Netz unbezwingbar: Roger Federer kann sich heute nicht nur auf seinen Aufschlag, sondern auch auf sein Netzspiel verlassen. Der Schweizer volliert sich mehrmals wunderschön zum Punkt.
Am Netz unbezwingbar: Roger Federer kann sich heute nicht nur auf seinen Aufschlag, sondern auch auf sein Netzspiel verlassen. Der Schweizer volliert sich mehrmals wunderschön zum Punkt.
Georgios Kefalas, Keystone
Bemüht, aber chancenlos: Für den US-Amerikaner ist Roger Federer doch noch eine Nummer zu gross. Der erst 23-Jährige macht insbesondere mit der Vorhand etliche unerzwungene Fehler.
Bemüht, aber chancenlos: Für den US-Amerikaner ist Roger Federer doch noch eine Nummer zu gross. Der erst 23-Jährige macht insbesondere mit der Vorhand etliche unerzwungene Fehler.
Fabrice Coffrini, AFP
Rafael Nadal wartet im Final: Am Sonntag darf man sich in Basel auf einen absoluten Tennis-Leckerbissen freuen. Zwei der grössten Tennisspieler aller Zeiten werden an den Swiss Indoors das Endspiel austragen.
Rafael Nadal wartet im Final: Am Sonntag darf man sich in Basel auf einen absoluten Tennis-Leckerbissen freuen. Zwei der grössten Tennisspieler aller Zeiten werden an den Swiss Indoors das Endspiel austragen.
Harold Cunningham
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Zum ersten Mal seit gut 21 Monaten werden sich Roger Federer und Rafael Nadal gegenüberstehen. Letztmals spielten die beiden beim Australian Open 2014 im Halbfinal gegeneinander; Nadal verhinderte damals ein rein schweizerisches Grand-Slam-Endspiel. Die Bilanz ist für den Baselbieter klar negativ: Er verlor 23 der 33 Begegnungen, darunter acht bei Grand-Slam-Turnieren. In der Halle konnte ihn Nadal allerdings bei fünf Versuchen nur einmal schlagen. Deshalb sagt der Weltranglisten-Siebte aus Mallorca auch: «Federer ist der Favorit.»

Der Lokalmatador machte in seinem Halbfinal mit dem formstarken Amerikaner Jack Sock (ATP 29) kurzen Prozess. Nach etwas mehr als einer Stunde stand der 6:3, 6:4-Erfolg fest, obwohl Federer zum Ende der Partie bei 5:1-Führung noch das einzige Break des 23-Jährigen aus Kansas zulassen musste. In Gefahr geriet der Sieg und der Einzug in seinen zwölften Swiss-Indoors-Final nicht mehr.

Sock blieb chancenlos

Im ersten Satz gelang Federer das entscheidende Break zum 3:1. Im zweiten Umgang zog er rasch auf 5:1 davon. Sock, der in diesem Jahr in Houston einen ersten ATP-Titel gewonnen und letzte Woche in Stockholm im Final gestanden hatte, konnte Federer nicht viel entgegensetzen und blieb genauso chancenlos wie bei ihrem ersten Duell im März in Indian Wells.

Federer steht in Basel am Sonntag zum zwölften Mal und zum zehnten Mal in Serie in Final. Sechsmal holte er den Titel und ist damit Rekordsieger. Nun dürfte aber die schwerste Aufgabe der Woche auf ihn warten. Nadal steigerte sich in den letzten Tagen kontinuierlich und scheint bereit für den Traumfinal. Gegen Richard Gasquet kam er zum Sieg wie in Basel in dieser Woche immer. Er rannte einem Rückstand hinterher und gewann schliesslich doch.

Nadal behält die Nerven – Gasquet nicht

Gegen Gasquet geriet er im ersten Satz 0:2 zurück, sorgte dann aber mit neun gewonnenen Punkten in Serie vom 3:4 bis zum 5:4 für die Wende. Das Szenario im zweiten Satz war fast identisch. Mit dem Game zum 5:5 machte der 14-fache Grand-Slam-Turniersieger seinen Breakrückstand wett. Im Tiebreak verspielte er dann zwar eine 4:1-Führung und sah sich plötzlich zwei Satzbällen gegenüber. Doch das Nervenspiel ging einmal mehr an Nadal.

Nadal erhöhte in den wichtigen Momenten den Druck. Er bewegte sich trotz Beschwerden am rechten Knie – er wurde Mitte des ersten Satz behandelt - sehr gut und war nach einem etwas zögerlichen Start in den Match angriffig. Gasquet trug allerdings auch seinen Teil dazu bei, dass sich erstmals in der Geschichte der Swiss Indoors ein Spanier für den Final qualifizierte. Den Franzosen, der nunmehr alle 14 Duelle mit dem Spanier verloren hat, liessen gegen Ende der Sätze die Nerven jeweils etwas im Stich.

(si)

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