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«Federer hat wie eine Nummer 1 gespielt»

Roger Federer hat beim Masters 1000 von Cincinnati die erste, schwierige Hürde genommen. Er setzte sich sicher gegen den früheren US-Open-Sieger Juan Martin del Potro mit 6:3, 7:5 durch und steht im Achtelfinal.

Gutes Aufschlagspiel, schlechte Auswertung bei den Breakbällen: Roger Federer serviert gegen Juan Martin del Porto.
Gutes Aufschlagspiel, schlechte Auswertung bei den Breakbällen: Roger Federer serviert gegen Juan Martin del Porto.
AFP

Federer fühlte sich im Bundesstaat Ohio in den letzten Jahren immer wohl. Seit 2007 gewann er das Turnier dreimal und bezog nur eine Niederlage. Auch in der Night Session vom Dienstag trat er überzeugend auf. Gegen den in diesem Jahr wiedererstarkten Del Potro, der in der Weltrangliste seit Januar 465 Positionen gutmachen konnte, geriet er nie sonderlich unter Druck und gewann mit 6:3 und 7:5.

Nur sehr selten konnte Del Potro seine starke Vorhand wie gewünscht einsetzen, weil Federer immer eine Antwort parat hatte. «Ich habe nicht zugelassen, dass er so spielt, wie er es normalerweise tut», freute sich der Schweizer. Federer diktierte das Spiel von der Grundlinie in den meisten Fällen und suchte auch immer wieder sehr erfolgreich den Weg ans Netz. Dort zeigte er einige herrliche Schläge.

75 Prozent erster Aufschläge

Nur die schwache Quote bei den Breakbällen verhinderte einen deutlicheren Sieg. Nachdem Federer im ersten Satz eine Möglichkeit zum entscheidenden Servicedurchbruch gereicht hatte, liess er im zweiten Umgang sechs Chancen ungenutzt, fünf davon im ersten Game, bevor ihm das Break zum 6:5 gelang.

Bei eigenem Service geriet Federer nur einmal in Bedrängnis. Beim Stand von 2:3 im zweiten Satz hatte er einen Breakball gegen sich. Er befreite sich aus der Situation mit einem Ass und zwei Servicewinnern. Auf den Aufschlag konnte sich der Weltranglistendritte generell verlassen: 75 Prozent der ersten Services landeten im Feld.

Nach 92 Minuten verwertete Federer seinen ersten Matchball nach einem Vorhandfehler von Del Potro. Der für eine Auftaktpartie happige Test war bestanden. «Ich habe mich heute gut gefühlt, aber Federer hat wie eine Nummer 1 gespielt», lobte der Argentinier seinen Kontrahenten. Gegen Del Potro hatte Federer zuletzt zweimal verloren (2009 im Final des US Open und in einem Gruppenspiel der ATP-Finals). Die Niederlage beim US Open bezeichnete Federer als eine seiner schmerzhaftesten.

Duell gegen Blake

Auch gegen seinen nächsten Gegner hat Federer schon eine denkwürdige Pleite kassiert. Der Amerikaner James Blake konnte in den zehn Partien gegen Federer zwar nur drei von 29 Sätzen für sich entscheiden und verlor auch in Cincinnati bereits zweimal gegen den Gewinner von 16 Grand-Slam-Turnieren (2007 im Final). Einen bedeutenden Sieg errang er aber dennoch. Vor drei Jahren bezwang Blake den Topfavoriten auf Gold an den Olympischen Spielen in Peking.

Damals war der 31-jährige New Yorker die Nummer 7 der Welt, mittlerweile ist er nur noch auf Platz 84 klassiert. In Cincinnati benötigte Blake eine Wildcard, um ins Haupttableau aufgenommen zu werden. Dort konnte er aber bislang überzeugen. Nach dem Zyprioten Marcos Baghdatis (ATP 40) schlug er auch Fabio Fognini (ATP 65). Den Italiener deklassierte er in 58 Minuten 6:4, 6:2.

(si)

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