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Djokovics Wohlfühloase in Melbourne

Novak Djokovic gewinnt zum fünften Mal die Australian Open. Der Serbe setzt sich im Final gegen den Schotten Andy Murray mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0 durch.

Geschafft! Novak Djokovic bezwingt in einem lange Zeit ausgezeichneten Final seinen Freund Andy Murray mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0 und...
Geschafft! Novak Djokovic bezwingt in einem lange Zeit ausgezeichneten Final seinen Freund Andy Murray mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0 und...
Keystone
...gewinnt das Australian Open zum fünften Mal. Diesmal allerdings mit einer Premiere: Er triumphiert erstmals als Papa. Nur Roy Emerson (6) hat noch mehr in Melbourne gesiegt als die heutige Nummer 1 der Welt.
...gewinnt das Australian Open zum fünften Mal. Diesmal allerdings mit einer Premiere: Er triumphiert erstmals als Papa. Nur Roy Emerson (6) hat noch mehr in Melbourne gesiegt als die heutige Nummer 1 der Welt.
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Die Fans sind etwas ganz Besonderes in Melbourne und machen das Australian Open zu einer stimmungsvollen und farbenfrohen Angelegenheit.
Die Fans sind etwas ganz Besonderes in Melbourne und machen das Australian Open zu einer stimmungsvollen und farbenfrohen Angelegenheit.
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Novak Djokovic gewann das Turnier bereits 2008, 2011, 2012 und 2013. Der 27-jährige Serbe rang den gleichaltrigen Schotten nach einem über weite Strecken hochklassigen Match mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0 nieder. Für seinen insgesamt achten Triumph bei einem Major-Turnier kassierte Djokovic nicht weniger als 2,19 Millionen Euro.

Djokovic, der im Halbfinale den Schweizer Titelverteidiger Stan Wawrinka in fünf Sätzen ausgeschaltet hatte, zementierte damit seine Nummer-eins-Position im ATP-Ranking. Murray rückt dank der Finalteilnahme auf Platz vier vor, Wawrinka fällt auf den neunten Rang zurück. Der Schotte muss damit weiter auf den ersten Grand-Slam-Titel in Australien warten, auch im vierten Final-Anlauf nach 2010, 2011 und 2013 blieb ihm der Siegerscheck versagt.

Lange Sätze zu Beginn

Der Final bot hochklassige Grundlinienduelle, wegen der ähnlichen Spielweise der Kontrahenten aber nicht unbedingt grandioses Spektakel. Aber die Liebhaber von Abnützungsschlachten auf dem Tennisplatz kamen auf die Rechnung. Die ersten beiden Sätze, die beide erst im Tiebreak entschieden wurden, dauerten mehr als zweieinhalb Stunden. Wenig später erzwang Novak Djokovic die Vorentscheidung. Die letzten beiden Sätze beanspruchten bloss noch etwas mehr als eine Stunde.

Dabei standen für Andy Murray nach dem zweiten Satz, ähnlich wie am Freitag für Stan Wawrinka nach dem vierten Satz, die Vorzeichen noch auf Sieg. Der Serbe, der schon zu Beginn des zweiten Satzes erstmals angeschlagen wirkte, hinkte und taumelte an der Grundlinie hin und her. Andy Murray ging im dritten Satz 2:0 in Führung. Dann die Wende: Djokovic erholte sich, realisierte den Ausgleich, und Murray verlor die Nerven. Der Schotte besass noch eine Breakmöglichkeit zum 4:3, die Djokovic in extremis mit einem Volley-Stoppball abwehrte. Zehn Minuten später führte der Serbe nach einer Fehlerorgie Murrays (inklusive einem Doppelfehler beim Breakball) mit 2:1 Sätzen. Und Murray bekam danach sein Grundlinienspiel nicht mehr in den Griff.

Den zweiten grossen Titel mit Becker

Nach drei Stunden und 39 Minuten verwertete Novak Djokovic den zweiten Matchball. Wie gegen Wawrinka im Halbfinal endete der letzte Satz mit einem für den Gegner deprimierenden 6:0. Ein Jahr nach Beginn der Zusammenarbeit mit Cheftrainer Boris Becker errang Djokovic den zweiten Grand-Slam-Titel mit Becker, den achten insgesamt und den fünften in Australien. Nur der Australier Roy Emerson, nach dem beim 100 Jahre alten Swiss Open in Gstaad der Centre Court benannt ist, gewann das Australian Open öfter (6x) als Djokovic, das allerdings vor der Profi-Ära.

si

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