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Die Aura ist verflogen

Roger Federer hatte 2013 als Übergangsjahr bezeichnet, in dem er sich erholen und neu aufbauen, dafür weniger spielen wolle. Sein Ausscheiden in Wimbledon zeigt, dass dieses Konzept nicht aufgegangen ist.

Roger Federer verpasste Titelverteidigung um Titelverteidigung, verlor von seinem Selbstvertrauen, verlor den Respekt der Gegner und verlor nun auch seinen Wimbledon-Titel. Die vielen ungewohnten Niederlagen in diesem Jahr waren für alle wie ein Signal: Federer ist menschlich geworden, schlagbar.

Sergei Stachowski spielte, wie zwei Tage zuvor Steve Darcis und 2012 Lukas Rosol gegen Rafael Nadal, ohne falsche Bescheidenheit, nützte seinen Status als Aussenseiter und hatte das nötige Wettkampfglück. Er liess sich von Federer und dessen Aura nicht einschüchtern, wie es so vielen Gegnern jahrelang widerfahren war.

Natürlich stellt sich nun die Frage: Wenn Federer in Wimbledon gegen die Nummer 116 verliert, wo soll er dann noch siegen? Er selber denkt nicht so, weil er weiss, dass die Unterschiede im Tennis viel kleiner sind, als es die Öffentlichkeit oft wahrhaben will. Er stelle sich schon mehr Fragen nach einer solchen Niederlage, sagte er – aber er stellt nicht alles infrage.

Denn er weiss, dass gerade auf Rasen oft nur zwei, drei Punkte entscheiden. Mehrmals war er selbst in Wimbledon nahe an Niederlagen wie die gestrige geraten, gegen Julien Benneteau 2012, gegen Alejandro Falla 2010. Nun gab es für einmal kein Entrinnen. Doch so wird seine Wimbledonkarriere nicht zu Ende gehen.

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