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Der Tennisplatz als Laufsteg

Die Mode spielt eine Rolle auf dem Court. Nicht nur optisch. Sie vermittelt eine Botschaft an Gegner und Zuschauer.

Schlägt gezielt zu: Maria Scharapowa im weissen Kleid mit giftgrünem Einstich.
Schlägt gezielt zu: Maria Scharapowa im weissen Kleid mit giftgrünem Einstich.
Reuters
Agnieszka Radwanska versteckt sich nicht: Selbst die Fingernägel passen zum Dress.
Agnieszka Radwanska versteckt sich nicht: Selbst die Fingernägel passen zum Dress.
Reuters
Eigenwillige Kombination: Ivan Ljubicic.
Eigenwillige Kombination: Ivan Ljubicic.
Keystone
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Der Tennisplatz sei, so wird mitunter moniert, seit geraumer Zeit zum eigentlichen Laufsteg geworden. Das stimmt so nicht ganz, denn schon bevor die Williams-Schwestern mit Corsagen-artig geschnürten Oberteilen (Venus, 2002 in Wimbledon) oder Jeans-Minis (Serena, 2004 am US Open) das Textile ins Zentrum rückten, war die Mode beim Tennis nicht unwichtig. Gussie Moran etwa sorgte 1949 mit dem ersten Faltenminiröckchen in Wimbledon für Furore. Und noch viel früher, nämlich 1919, war es die legendäre Französin Suzanne Lenglen, die für den grössten modischen Durchbruch im Tennis verantwortlich war: Sie trat, ebenfalls in Wimbledon, im wadenlangen Rock an (entworfen vom Couturier Jean Patou) – eine Sensation. Oder dann Anne White: Die präsentierte 1985 einen spektakulären, glänzend weissen und hautengen Catsuit, der sich allerdings nicht durchzusetzen vermochte.

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