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Auf dem Schragen mit Roger

Schubiger hatte sich vorgenommen, locker und schön zu spielen. Aber am Ende fühlte er sich Roger Federer nah.

Nach einer hart umkämpften Night Session klatschte Schubiger mit Ginser am Netz ab und wollte sein Comeback schon als vollen Erfolg abbuchen. Spiel, Satz und Sieg ohne nennenswerte Verletzung – besser ging nicht. Und als sie danach, lächerlich erschöpft von nur 60 Minuten Tennis, unter der Dusche standen, berieten sie schon über einen Termin für die Revanche. Erst nachdem sie losgefahren waren und vom Tenniscenter auf die Strasse abbiegen wollten, fiel es Schubiger auf: Ihm drohte Gefahr von rechts.

Auf diese Seite konnte er seinen Kopf nur halb so weit drehen wie nach links, dann kam er an einen schmerzhaften Anschlag. Schubiger versuchte es zunächst mit Verleugnung, verdrehte im Schubigermobil die Augen statt des Kopfs und setzte sich beim Bier danach rechts von Ginser an die Bar. Als er später im Bett Frau Schubiger einen ­Seitenwechsel vorschlug mit der Begründung, dass man sich nie festfahren dürfe in einer Ehe, trat er in die Phase des Zorns und Ärgers ein. Ginser und er hatten sich doch fest vorgenommen, zu spielen wie Lehrer, locker und schön, sie hatten sich darauf eingeschworen, dass jeder ein Sieger ist, der sein Comeback nach einem Jahr Pause unverletzt übersteht. Und nun war er trotzdem dieser verfluchten Gefahr von rechts ausgeliefert. Was der kleine Schubiger am nächsten Tag am Töggelikasten gnadenlos ausnutzte.

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