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Auch Djokovic erwägt Madrid-Boykott

Nach Rafael Nadal geht auch Novak Djokovic gegen die Organisatoren des Madrider Masters-1000-Turniers auf die Barrikaden. «Wer sich nicht verletzt, gewinnt am Ende», prognostiziert die Nummer 1.

«Man stolpert und rutscht die ganze Zeit»: Auch für den Bewegungskünstler Novak Djokovic ist der blaue Sand von Madrid eine harte Prüfung.
«Man stolpert und rutscht die ganze Zeit»: Auch für den Bewegungskünstler Novak Djokovic ist der blaue Sand von Madrid eine harte Prüfung.
Keystone

Im Anschluss an seinen 7:6, 6:4-Sieg in der Achtelfinalpartie gegen Stanislas Wawrinka erklärte Novak Djokovic, er werde das Turnier von Madrid wie Rafael Nadal in Zukunft boykottieren, sollte dessen Chef Ion Tiriac nicht wieder auf den herkömmlichen roten Sandbelag setzen. «Sie sagen, dass der Court genau gleich wäre wie der rote Sand. Doch das stimmt nicht, der Unterschied ist riesengross», so Djokovic. «Man stolpert und rutscht die ganze Zeit. Wer sich bis Ende der Woche nicht verletzt, gewinnt das Turnier. Das ist eine neue Erfahrung und hoffentlich die letzte dieser Art.»

Roger Federer gab sich diplomatischer als Djokovic, stärkte dem bitter enttäuschten Nadal aber ebenfalls den Rücken. «Ich verstehe seine Enttäuschung. Er war von Anfang an gegen den blauen Sand und hat sich auf dieser Unterlage nie wohlgefühlt.»

Nadal selbst hatte nach seiner überraschenden Niederlage gegen Fernando Verdasco, der ersten im 14. Duell, mit harscher Kritik an den Madrider Turnierorganisationen und deren Belagswahl reagiert. «Für mich ist es sehr wichtig, dass ich mich gut bewegen kann. Wenn das nicht möglich ist, kann ich den Ball auch nicht richtig schlagen. Ändern sich die Dinge hier nicht, habe ich ein Turnier weniger im Kalender», so der Spanier. Sein Onkel und Trainer Toni Nadal hatte ihm geraten, schon in diesem Jahr auf den Start in der spanischen Hauptstadt zu verzichten.

Nadals Boykott wäre für Madrid eine mittlere Katastrophe, ist er doch Spaniens sportlicher Nationalheld. Turnierchef Tiriac kann es sich also kaum erlauben, den Masters-1000-Event 2013 noch einmal auf dem aparten, aber in den Augen zahlreicher Stars unbespielbaren blauen Sand durchzuführen.

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