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Angeschlagener Nadal beisst sich durch

In der zweiten Runde des Australien Open stand Rafael Nadal am Rande einer Niederlage. Auf der anderen Seite des Netzes stand aber nicht ein Topspieler, sondern die Weltnummer 112.

Musste auf die Zähne beissen: Rafael Nadal.
Musste auf die Zähne beissen: Rafael Nadal.
Keystone
Frustriert: Lange lief es dem Spanier nicht nach Plan.
Frustriert: Lange lief es dem Spanier nicht nach Plan.
Keystone
Überraschung: Tim Smyczek spielte die Weltnummer 3 über lange Strecken an die Wand, gereicht hat es am Ende aber doch nicht.
Überraschung: Tim Smyczek spielte die Weltnummer 3 über lange Strecken an die Wand, gereicht hat es am Ende aber doch nicht.
Keystone
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Das ging gerade noch einmal gut für Rafael Nadal. Der Spanier bewies in der Partie gegen den Amerikaner Tim Smyczek seinen Kampfgeist und vor allem seinen Durchhaltewillen.

Angefangen hatte alles ganz normal, Nadal holte sich den ersten Satz 6:2. Dann aber kam der Mallorquiner ins Straucheln. In einem Medical Time-out im zweiten Satz bekam Nadal eine Tablette. «Ich habe keine Ahnung, was da los war. Schon nach dem ersten Satz hatte ich überall Krämpfe», gab Nadal im Platzinterview zu Protokoll. Auf jeden Fall wirkte der Spanier arg angeschlagen, beugte sich immer wieder vorne über und machte physisch nicht den üblich starken Eindruck. Der Grund dafür ist für Nadal kein Geheimnis: «Ich hatte einfach zu wenig Matchpraxis in den letzten Monaten, schon nach dem ersten Satz war ich sehr müde.»

Nach den Problemen im zweiten Durchgang, konnte er sich im dritten Satz zwar ins Tiebreak retten, verlor dieses aber deutlich. Trotzdem: ans Aufgeben dacht er nie. So holte er sich den vierten Satz dank einem einzigen schwachen Aufschlagspiel von Smyczek. Der fünfte Satz begann ähnlich wie der dritte: Lange Zeit war das Spiel ausgeglichen. Erst beim Stand von 5:5 erspielte sich Nadal, der zuvor schon Breakchancen hatte, die entscheidende Möglichkeit. Der Spanier legte vor und servierte die Partie anschliessend nach Hause. 6:2, 3:6, 6:7, 7:5, 7:5 und 4:19 Stunden Spielzeit hiess das Verdikt am Ende. Bemerkenswert: Beim Stand von 6:5 und 30:0 im letzten Game wurde Nadal während dem ersten Service von einem Zwischenruf gestört und machte den Fehler. Obwohl dann eigentlich ein zweiter Aufschlag hätte gespielt werden müssen, bestand Smyczek darauf, dass Nadal nochmal einen ersten bekommt. «Was er da gemacht hat, das zeugt von Sportsgeist», lobte die Weltnummer 3.

In der nächsten Runde trifft Nadal am Freitag auf den Israeli Dudi Sela (ATP 106). Auf der Tour sind sich die beiden noch nie begegnet.

Hier geht es zu den kompletten Tableaus des Australian Open.

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