Neuer Rekord für Roger Federer

Der Schweizer spielte sich gegen Xavier Malisse souverän in die Achtelfinals des Australian Open und holte sich damit einen weiteren Rekord.

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Xavier Malisse wusste wohl nicht, wie ihm zu Beginn des Matches geschah. In seinen ersten beiden Aufschlagspielen gewann er nicht einen Punkt und rasch führte Roger Federer 4:0. Danach schaltete der Schweizer in den Trainingsmodus. Er versuchte viel, nicht alles gelang. Dennoch sicherte er sich den ersten Satz relativ locker 6:3.

In der kurzen Pause zwischen den Sätzen fand Federer indes nicht zu seinem Spiel zurück. Malisse steigerte sich und nahm dem Schweizer den Service ab, der Belgier führte 3:1. Federer wirkte in dieser Phase etwas unkonzentriert. Doch nach dem Serviceverlust drehte der Schweizer plötzlich auf und holte sich das Break sofort wieder zurück. «Bei ihm ist der Faden gerissen und ich gewann zehn Games in Folge», schilderte Federer im Interview mit SF diese entscheidende Phase im Match. Aus dem 1:3 wurde ein 6:3 und 5:0.

Muskelkater nach dem Fünfsätzer

Federer ist sich durchaus bewusst, dass die Partie auch eine andere Wendung hätte nehmen können. «Wenn es blöd läuft, kann ich den ersten Satz noch verlieren», meinte er nach dem Match. «Ich wollte am Ende die Punkte kurz halten und ging deshalb viel ans Netz», erklärte Federer. «Mehr vor und zurück» als links und rechts, war seine Devise. Nach dem über dreistündigen Match über fünf Sätze gegen Gilles Simon in der 2. Runde habe er «schon ein bisschen Muskelkater» gehabt.

Das Resultat sähe am Ende einfacher aus als es gewesen war, fand Federer. «1:45 Stunden war auch nicht gerade kurz», meinte er weiter. Im Platzinterview mit dem ehemaligen Doppelspieler Todd Woodbridge erfuhr Federer, dass er einen weiteren Rekord gebrochen hat. Mit 57 Siegen am Australien Open verbesserte er die Marke des Schweden Stefan Edberg. «Er ist immer noch mein Idol», entgegnete der lockere Federer.

Federer und die Zwillinge

Im Achtelfinal am Sonntag trifft Roger Federer auf den Spanier Tommy Robredo, die Nummer 52 der Welt. Gegen Robredo führt der Basler in den Direktbegegnungen mit 9:0; zuletzt besiegte er ihm am US Open 2009 in den Achtelfinals 7:5, 6:2, 6:2. «Er spielt auch eine einhändige Rückhand, das wird also etwas Spezielles auf dem Platz», erklärte Federer, der als einer der wenigen Spieler die Backhand ebenfalls einhändig spielt.

«Robredo kenne ich noch von den Junioren her», erinnert sich Federer, «und ich habe gegen ihn hier auch schon gewonnen vor vier Jahren.» 6:3, 7:6, 7:5 siegte er 2007 in den Viertelfinals. «Er spielt viel von der Grundlinie und mit viel Spin», sagte er über seinen Gegner. Bis zum Spiel am Sonntag hat Federer nun wieder Zeit, sich um seine Zwillinge zu kümmern. «Es macht Spass, mit den Kindern hierherzukommen. Ich geniesse die Zeit ausserhalb des Platzes», strahlt Federer Zuversicht aus.

DerBund.ch/Newsnet

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