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Team Canada mühelos im Final

Ohne Konzept und nahezu chancenlos ist der HC Davos beim 84. Spengler-Cup im Halbfinal am Team Canada gescheitert. Die NLA-Professionals deklassierten den 14-fachen Titelträger 4:0.

Im bereits ausverkauften Final treffen die Kanadier an Silvester um 12 Uhr auf das russische Top-Team SKA St. Petersburg. Zuletzt waren die Kanadier 2008 auf einen KHL-Vertreter (3:5 gegen Dynamo Moskau) getroffen. Die kanadische Bilanz seit 2005 ist exzellent: Nur im Vorjahr hatten die Vetretung aus dem Land des Olympiasiegers das Endspiel verpasst.

Das 0:1 Holdens (nach präzisem Querpass von Down) wäre nach Davoser Ermessen zu korrigieren gewesen. Aber eine sichtbare Reaktion der Bündner blieb zur Enttäuschung ihrer nur vor dem Spiel euphorischen Anhänger aus. Als Mark Bell (später mit einer Knieverletzung ausgeschieden) mit dem siebten kanadischen Powerplay-Tor des Turniers und Vigier nach einer Finte innerhalb von 71 Sekunden auf 3:0 erhöhten, resignierte der Schweizer Rekordmeister bereits.

Ohne Brillanz zwar, aber eben mit der nötigen Cleverness führten die Nordamerikaner die paralysierten Gastgeber an die Grenzen und sogar vor. Messiers Equipe, der Inbegriff einer Turnier-Mannschaft, steigerte sich zum exakt richtigen Zeitpunkt, derweil Arno Del Curtos Team zur Unzeit und im Prinzip auch unter ihr normales Niveau absackte. Im Vergleich zur Gruppenphase war das gute bestückte Team kaum mehr zu erkennen.

Die Szenen vor dem 0:4 (50.) dokumentierten den Einbruch der Bündner perfekt: In Überzahl liessen sie sich von Vigier und Torschütze Pelletier auf naive Art und Weise blossstellen. Genonis Paraden waren unnütz, weil sich der passive Davoser Rest im Rink nicht gegen das drohende Debakel stemmte. Stattdessen gewährte die Nummer 2 der NLA dem Kontrahenten Raum und Zeit zur kanadischen Interpretation von "Art on Ice".

Beim 2:3 in der Gruppenphase liess sich das Team Canada von Davos phasenweise dominieren. Dass die stolze NLA-Auswahl den Bündnern den roten Teppich kein zweites Mal mehr ausrollen würden, war schon vor dem ersten Puckeinwurf klar.

HC Davos - Team Canada 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)

Vaillant-Arena. - 6432 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann/Rochette, Kohler/Müller.

Tore: 15. Holden (Down) 0:1. 37. (36:42) Mark Bell (Metropolit, Pittis) 0:2. 38. (37:53) Vigier 0:3. 50. Pelletier (Vigier, Westcott/Ausschluss Metropolit!) 0:4.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 6mal 2 Minuten gegen das Team Canada.

HC Davos: Genoni; Cook, Forster; Ramholt, Grossmann; Jan von Arx, Back; Kutlak; Guggisberg, Reto von Arx, Taticek; Sykora, Marha, Bednar; Sejna, Steinmann, Joggi; Sciaroni, Rizzi, Dino Wieser.

Team Canada: Deslauriers; Roche, Brendan Bell; DuPont, Popovic; Cory Murphy, Kwiatkowski; Westcott; Mark Bell, Pittis, Vigier; Kariya, Holden, Down; Lehoux, Metropolit, McLean; Iggulden, Landry, Pelletier; Brown.

Bemerkungen: HCD ohne Giovannini, Untersander, Guerra (alle U20-WM), Stoop, Marc Wieser, Reymondin (alle überzählig). 5. Lattenschuss von Metropolit. 43. Pfostenschuss von Metropolit. 43. Mark Bell mit Knieverletzung ausgeschieden. 47. Timeout von Davos.

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