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Susie Wolff von der Technik gestoppt

Der erste Auftritt einer Frau in der Formel 1 seit 22 Jahren ist nur kurz. Ein technischer Defekt stoppt die Britin Susie Wolff im Williams im ersten Training zum GP Grossbritannien nach drei Runden.

Susie Wolff steht als Testfahrerin in Diensten des wiedererstarkten Teams Williams. Für die einstige DTM-Fahrerin kam das Ende bei ihrem ersten offiziellen Einsatz bereits in der vierten Runde. Sie musste das Auto wegen fehlendem Öldruck ausrollen lassen. Susie Wolff lenkte den einen Williams anstelle des Finnen Valtteri Bottas.

Die seit Oktober 2011 mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff verheiratete Susie Wolff war die erste Frau seit über 22 Jahren, die an einem Grand-Prix-Wochenende zum Einsatz kam. Ihre Vorgängerin war die Italienerin Giovanna Amati, die es in einem Brabham-Judd in den ersten drei Rennen der Saison 1992 in Südafrika, Mexiko und Brasilien vergeblich versucht hatte, sich für den Grand Prix zu qualifizieren. Ebenfalls gescheitert an der Qualifikationshürde waren die Britin Divina Galica 1978 in Argentinien und Brasilien sowie die Südafrikanerin Désirée Wilson 1980 in Grossbritannien.

Grand-Prix-Fahrerinnen gab es bislang nur zwei. Die Italienerin Maria Teresa De Filippis bestritt 1958 und 1959 insgesamt fünf Rennen, deren Landsfrau Lella Lombardi kam 1975 und 1976 zwölfmal zum Einsatz. Lella Lombardi gelang als bisher einziger Frau in der Formel 1 ein zählbares Ergebnis. Ende April 1975 wurde sie im Grand Prix von Spanien am Montjuich in Barcelona Sechste - bei einem Rennen, das primär wegen eines traurigen Ereignisses in die Geschichte einging. Ein schwerer Unfall des Deutschen Rolf Stommelen forderte im Publikum fünf Todesopfer, so dass die Prüfung nach 29 Runden abgebrochen wurde. Vergeben wurde nur halbe Punkte; Lombardi wird in der Statistik mit einem halben WM-Zähler geführt.

Nicht viel länger als Susie Wolff war im ersten Training in Silverstone Felipe Massa im anderen Williams Felipe Massa unterwegs. Der Brasilianer, der am Sonntag seinen 200. Grand Prix bestreiten wird, schlug nach einem Dreher in einer Begrenzungsmauer ein. Der Schaden am Auto konnte innert nützlicher Frist nicht repariert werden.

Beide Klassements zeigten an der Spitze das gewohnte Bild. Im ersten Training fuhr WM-Leader und Vorjahressieger Nico Rosberg im Mercedes klare Bestzeit. Im zweiten Teil holte sich dessen Teamkollege Lewis Hamilton die Bestzeit, obwohl er wegen eines Motorenproblems das Training frühzeitig abbrechen musste.

Im Team Sauber kam im ersten Training anstelle von Adrian Sutil Ersatzfahrer Giedo van der Garde zum Einsatz. Der Holländer belegte Platz 15. Stammfahrer Esteban Gutierrez fuhr in beiden Trainings auf Rang 13. Sutil wurde am Nachmittag 18. Neben Sauber und Williams setzten am Morgen zwei weitere Equipen Testfahrer ein. Bei Force India fuhr der Spanier Daniel Juncadella anstelle des Deutschen Nico Hülkenberg, bei Caterham Van der Gardes Landsmann Robin Frijns für den Japaner Kamui Kobayashi.

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