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Wieder schlief Shiffrin vor dem Triumph

Mit alten Gewohnheiten soll man nicht brechen, sagte sich die alte und neue Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin vor ihrer Goldfahrt.

Bei der Medaillenfeier war sie wieder hellwach: Mikaela Shiffrin, Slalom-Star mit Hang zu Schlafeinlagen.
Bei der Medaillenfeier war sie wieder hellwach: Mikaela Shiffrin, Slalom-Star mit Hang zu Schlafeinlagen.
Keystone

Die beiden Slalomläufe, die Mikaela Shiffrin in den Schnee von Beaver Creek zauberte, waren für die Konkurrentinnen einmal mehr eine Klasse zu gut. Dritter Grossanlass, dritte Goldmedaille in der Spezialdisziplin: An der 19-jährigen US-Amerikanerin führt im Stangenwald kein Weg vorbei.

Der Jubel im Ziel – Shiffrin stand zunächst einfach mit herunter hängenden Armen da – war allerdings noch verbesserungsfähig. Erst recht in den USA, dem Land des grossen Pathos. «Ich habe wohl noch geschlafen», sage die Siegerin im Scherz. «Ich wusste, dass ich im letzten Streckenabschnitt alles geben musste, und habe mich so verausgabt, dass ich keine Energie mehr übrig hatte.»

30 Minuten vor dem zweiten Lauf war Shiffrin – einer alten Gewohnheit folgend – oben am Start eingeschlafen. Sie scheint diese ungewöhnliche Vorbereitung zu brauchen. Schon als Juniorin gönnte sie sich kurz vor ihren Fahrten jeweils ein Nickerchen. Legendär ist die Geschichte, wie sie als 14-Jährige anschliessend um elf Sekunden schneller war als die Zweite.

Auf die Frage, ob sie nicht furchtbar nervös gewesen sei, als sie als Führende nach dem ersten Lauf an den Start ging, hatte Shiffrin eine erfrischend ehrliche Antwort: «Ich habe mir unheimliche Sorgen gemacht, dass ich es versauen könnte. Druck spürt jeder, aber es kommt darauf an, wie man mit ihm umgeht.»

«Mikaela ist eine aussergewöhnlich begabte Skirennfahrerin, das wissen wir alle», konstatierte die um 0,34 Sekunden distanzierte Silbermedaillen-Gewinnerin Frieda Hansdotter. «Ich habe gehofft, dass ich genug getan hätte. Mir war aber klar, dass sie vor ihrem Heimpublikum etwas Besonderes zeigen würde.»

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