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Sein Tod rettete vier Menschenleben

Dem tödlich verunglückten deutschen Kanu-Trainer Stefan Henze wurden mehrere Organe entnommen – und erfolgreich transplantiert.

kat
Einst selbst ein erfolgreicher Kanute: Der verstorbene Stefan Henze, hier als Coach des deutschen Kanu-Teams in Rio de Janeiro. (7. August 2016)
Einst selbst ein erfolgreicher Kanute: Der verstorbene Stefan Henze, hier als Coach des deutschen Kanu-Teams in Rio de Janeiro. (7. August 2016)
Friso Gentsch, Keystone

Dass aus einer Tragödie auch etwas Gutes resultieren kann, beweist der Fall des am Montag bei einem Autounfall verstorbenen deutschen Kanu-Slalom-Trainers Stefan Henze. Wie die Gesundheitsbehörde des Bundeslandes Rio de Janeiro dem Sport-Informations-Dienst (SID) bestätigt, wurden dem 35-Jährigen vier Organe entnommen und erfolgreich transplantiert. «Damit hat er vier Menschenleben gerettet», sagte Sprecherin Roberta Napolis. Henzes Familie war nach dem Unfall nach Rio gereist und hatte die Organentnahme genehmigt.

Die Tageszeitung «O Globo» hatte als Erstes über die Transplantation des Herzens berichtet. Sie wurde am Instituto Nacional de Cardiologia in Rio durchgeführt. «Die Familie des Deutschen hat eine Geste enormer Grosszügigkeit gezeigt», wird der Chefchirurg Alexandre Siciliano zitiert.

Deutsches Olympiateam ist bestürzt

Der folgenschwere Unfall hatte sich am vergangenen Freitagmorgen in einem Taxi ereignet, in dem Henze unterwegs war. Gemäss Welt.de erlitt der Deutsche ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und starb am Montag an den Folgen der Verletzung.

Das ganze deutsche Olympiateam trauert um den Kanu-Trainer, wie der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, Alfons Hörmann, sagte. «Worte können nicht annähernd beschreiben, was wir im Olympiateam nach diesem schrecklichen Verlust empfinden».

Stefan Henze war früher selbst erfolgreicher Slalomkanute und gewann unter anderem bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen Silber sowie bei den Kanu-Weltmeisterschaften 2003 und 2005 jeweils Gold.

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