Zum Hauptinhalt springen

Wenn die Weltspitze plötzlich von gegenüber grüsst

Der Schweizer Bahnvierer lanciert die Heim-EM glänzend: Er fährt Schweizer Rekord und gewinnt Silber.

Millimeterarbeit des Silberquartetts: Das Schweizer Team mit Frank Pasche, Théry Schir, Silvan Dillier und Stefan Küng (von links). Foto: Anthony Anex (Keystone)
Millimeterarbeit des Silberquartetts: Das Schweizer Team mit Frank Pasche, Théry Schir, Silvan Dillier und Stefan Küng (von links). Foto: Anthony Anex (Keystone)

Natürlich träumten die 1700 Zuschauer. Zumindest ein bisschen. Wie hatte sich doch Stefan Küng, der Schweizer Teamleader, am Mittwochabend ans Publikum gerichtet, im Stil eines routinierten Six-jours-Profis. «Wer weiss», hatte er gesagt, «was mit eurer Unterstützung morgen noch möglich sein wird?»

Das Swiss-Cycling-Quartett mit Küng, Silvan Dillier, Frank Pasche und Théry Schir enttäuschte auch am zweiten Wettkampftag nicht. In der Hauptrunde, wo es gegen Frankreich um den Finaleinzug ging, siegten sie in Schweizer Rekordzeit. Nicht nur das: Sie fuhren die 4 Kilometer gar schneller als die Überfavoriten aus Grossbritannien. War Träumen also tatsächlich erlaubt? Nicht für Bahnroutiniers. «Träumen darf man», hatte Nationaltrainer Daniel Gisiger vor der EM gesagt, «aber nicht auf der Bahn. Da geschehen selten Wunder.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.