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Team trauert um verstorbenen Kollegen

Im Gedenken an den tödlich verunglückten belgischen Radprofi Bjorg Lambrecht fuhr sein Team auf der neutralisierten 4. Etappe geschlossen ins Ziel.

Nach dem schrecklichen Tod von Bjorg Lambrecht hat sich sein Team Lotto Soudal dazu entschieden, zur 4. Etappe der Polen-Rundfahrt an den Start zu gehen. Das Teilstück wurde verkürzt und neutralisiert. «Um Bjorg zu ehren», so das Team. Vor dem Start gibt es eine Schweigeminute.
Nach dem schrecklichen Tod von Bjorg Lambrecht hat sich sein Team Lotto Soudal dazu entschieden, zur 4. Etappe der Polen-Rundfahrt an den Start zu gehen. Das Teilstück wurde verkürzt und neutralisiert. «Um Bjorg zu ehren», so das Team. Vor dem Start gibt es eine Schweigeminute.
Andrjej Grygiel, Keystone
Bjorg Lambrecht war am Montag nach 48 Kilometern aus noch nicht ganz geklärten Gründen gestürzt, gegen ein Betonrohr geprallt später im Krankenhaus seinen schweren inneren Verletzungen erlegen. Der Belgier wurde nur 22 Jahre alt.
Bjorg Lambrecht war am Montag nach 48 Kilometern aus noch nicht ganz geklärten Gründen gestürzt, gegen ein Betonrohr geprallt später im Krankenhaus seinen schweren inneren Verletzungen erlegen. Der Belgier wurde nur 22 Jahre alt.
Andrjej Grygiel, Keystone
Sechs Worte genügten der belgischen Presse, um die Fassungslosigkeit auszudrücken. «Der Radsport verliert einen neuen Stern», schrieb etwa die belgische Tageszeitung «La Libre». «Belgien verliert eine seiner grössten Hoffnungen», hiess es auf der Webseite der Tageszeitung «Le Soir». Neben dem erst 19-jährigen Remco Evenepoel galt Lambrecht als die große Radsporthoffnung der Belgier.
Sechs Worte genügten der belgischen Presse, um die Fassungslosigkeit auszudrücken. «Der Radsport verliert einen neuen Stern», schrieb etwa die belgische Tageszeitung «La Libre». «Belgien verliert eine seiner grössten Hoffnungen», hiess es auf der Webseite der Tageszeitung «Le Soir». Neben dem erst 19-jährigen Remco Evenepoel galt Lambrecht als die große Radsporthoffnung der Belgier.
Hanna Bardo, Keystone
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Lambrechts sechs Kollegen vom Team Lotto-Soudal fuhren am Dienstag geschlossen an der Spitze ins Ziel der auf 133,7 Kilometer verkürzten Etappe der Polen-Rundfahrt in Kocierz. Auf dem Zielbanner stand gross Lambrechts Name und seine Startnummer 143, getaucht in die Farben der belgischen Flagge. Danach hielten das gesamte Fahrerfeld, die Teams und Zuschauer inne, um an den erst 22-jährigen Lambrecht zu erinnern.

Das grosse Talent war am Montag nach einem schweren Sturz auf der dritten Etappe von Chorzów nach Zabrze gegen eine Betonkonstruktion geprallt. Zunächst wurde er vor Ort reanimiert und dann in ein Krankenhaus geflogen. Dort erlag er während einer Operation aber seinen schweren Verletzungen. Daraufhin hatten die Organisatoren die Dienstag-Etappe neutralisiert und verkürzt. Deshalb gibt es keine Tageswertung.

Nach der stillen, bedrückenden Zieleinfahrt und einer Schweigeminute brachen viele Betreuer und Teamkollegen Lambrechts erneut in Tränen aus. An Normalität war am Dienstag nicht zu denken. Zu tief sass der Schock über den tragischen Tod des 22 Jahre alten Belgiers einen Tag zuvor.

Er hatte einfach Pech

«Bjorg hatte brutales Pech. Er fuhr einfach im Feld, berührte einen Pflasterstein oder einen Verkehrsreflektor oder irgendwie sowas, verlor sein Gleichgewicht und fiel hart», schilderte Lambrechts Landsmann und Teamkollege Jelle Wallays den tragischen Unfall der belgischen Tageszeitung «Het Laatste Nieuws». Nicht mehr als 35 km/h sollen die Radprofis laut Wallays dabei gefahren sein. «Ruhe in Frieden maatje! Bleib so strahlend, wie du es immer getan hast», twitterte Evenepoel.

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