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Sprint-König Cavendish von Italiener geschlagen

Andrea Guardini gewinnt die 18. Etappe des Giro d'Italia über 139 km nach Vedelago. Der Italiener besiegt im Schlussspurt überraschend den britischen Spezialisten Mark Cavendish.

Überraschungscoup: Andrea Guardini lässt im Finale Mark Cavendish hinter sich.
Überraschungscoup: Andrea Guardini lässt im Finale Mark Cavendish hinter sich.
Keystone

Nur zu gerne hätte Cavendish seinen vierten Etappensieg dieser Rundfahrt realisiert. Der Strassenweltmeister befand sich im Zielbereich in zweiter Position hinter einem Teamkollegen in aussichtsreicher Ausgangsposition. Doch Guardini kam dem Briten mit seinem Antritt um einen Sekundenbruchteil zuvor und siegte klar mit einer Länge Vorsprung.

Die Endschnelligkeit Guardinis kommt nicht überraschend. Der Radprofi aus der Gegend von Verona verfügt über eine grosse Erfahrung auf der Bahn. Der Italiener war als Junior Landesmeister im Sprint und Teamsprint sowie 2007 Europameister im Keirin. Auf der Strasse hat Guardini bei kleineren Rundfahrten schon Gegner vom Format eines Alessandro Petacchi oder Tyler Farrar geschlagen.

Schweizer sind dabei

Danilo Wyss wurde Zwölfter im Etappenklassement, Johann Tschopp belegt mit knapp fünf Minuten Rückstand Platz 11 im Gesamtklassement.

Die letzte Flachetappe war von drei Fluchtversuchen geprägt, die jedoch scheiterten. An der Spitze des Gesamtklassementes gab es vor den beiden schweren Bergetappen vom Freitag und Samstag keine Änderungen. Joaquin Rodriguez (Sp) weist als Leader unverändert 30 Sekunden Vorsprung auf Ryder Hesjedal (Ka) und 1:22 Minuten Reserve auf Ivan Basso (It) auf.

Ein happiges Programm

Eine erste Gelegenheit, seinen Vorsprung auszubauen, erhält Rodriguez am Freitag mit der schweren Bergankunft auf Alpe Pampeago. Sie bildet das Schlussbukett, nachdem die Fahrer vorher schon die Pässe Manghen, Reiterjoch und Lavazè haben erklettern müssen. So kommen über 4500 Höhenmeter zusammen.

Für den Samstag haben die Giro-Veranstalter ein noch schwierigeres Programm zusammengestellt. Von Caldes im Val di Sole geht es über die Pässe Tonale und Aprica sowie in die Steigungen von Teglio und Mortirolo nach Bormio und von da noch hinauf zum Stilfserjoch. Auf die 219 km lange Strecke bedeutet dies alleine 83 km Steigung und über 5000 Höhenmeter.

(si)

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