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Verschollener Radstar als Frau wieder aufgetaucht

Die bewegte Geschichte von Robert Millar, der nach einer Geschlechtsumwandlung nun Philippa York heisst.

2017: Robert Millar ist als Philippa York wieder aufgetaucht.
2017: Robert Millar ist als Philippa York wieder aufgetaucht.
Facebook/Philippa York
1993: Als Mann an der Tour de France.
1993: Als Mann an der Tour de France.
Reuters
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33 Jahre nachdem sie als Robert Millar die Bergwertung der Tour de France gewann, ist Philippa York im Radzirkus wieder in aller Munde. Sie kommentiert die Rundfahrt von London aus für den TV-Sender ITV4, in der kommenden Woche will sie für die Etappen 12 bis 14 nach Frankreich kommen.

Hauptberuflich arbeitet York für das Fachportal Cyclingnews.com. Auf einem dort veröffentlichten Video trat sie jetzt auch mit der Geschichte ihrer Geschlechtsumwandlung an die Öffentlichkeit. «Es war eine Reise, die Anfang des Jahrtausends begann und dazu führte, dass ich schon längere Zeit als Philippa lebe», erzählt sie und fügt an: «Ich wusste schon als Fünfjähriger, dass ich anders bin. Aber es dauert lange, damit klarzukommen.»

Für das Outing sei ausschlaggebend gewesen, dass sich die Gesellschaft auf positive Weise entwickelt habe und nun offener sei: «Zum Glück sind Geschlechterfragen nicht mehr von Ignoranz und Intoleranz geprägt.» Auch habe sie nicht mehr das Gefühl, ihre Familie schützen zu müssen, so York. Aus ihrer Ehe mit Sylvie Transler hat sie eine inzwischen 33 Jahre alte Tochter.

Ehe sich Philippa York offenbarte, galt Robert Millar seit Mitte der Neunzigerjahre als verschollen. Nach einem positiven Dopingtest 1992 und dem Karriereende 1995 spürte ihn der Buchautor Richard Moore erst 2006 im Süden Englands auf. Die schon im Jahr 2000 aufgekommenen Gerüchte, er sei nun eine Frau, kommentierte Millar damals aber nicht.

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