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Fabian Cancellara behält das Maillot jaune

André Greipel hat die vierte Etappe der Tour de France im Spurt für sich entschieden. Strassen-Weltmeister Mark Cavendish zog sich schmerzhafte Blessuren zu.

Konnte dem Sturz ausweichen: Fabian Cancellara auf der vierten Etappe im Feld. (4. Juli 2012)
Konnte dem Sturz ausweichen: Fabian Cancellara auf der vierten Etappe im Feld. (4. Juli 2012)
Keystone

Der Brite Mark Cavendish war der grosse Favorit für die Spurtankunft in Rouen. Der Brite wurde jedoch durch einen Sturz ausser Gefecht gesetzt. So kam der Deutsche André Greipel zum ersten Etappensieg. Zu jenen Fahrern, die mit Rückstand im Ziel eintrafen, gehörte auch Fabian Cancellara. Dem Gesamtersten gelang es knapp, dem Sturz von mehreren Fahrern auszuweichen, der sich 2,6 Kilometer vor dem Ziel ereignete. Jegliche Zwischenfälle auf den letzten 3 Kilometern haben dem Reglement gemäss keine zeitlichen Abstände zur Folge.

«Ich bin froh, die letzten Kilometer unbeschadet überstanden zu haben. Ein solcher Final wird immer schnell gefahren und beinhaltet Risiken. Bei der Durchfahrt in den Dörfern im Verlaufe einer Etappe sind wir zwar nicht ganz so schnell. Aber es ist ebenso gefährlich, weil die Zuschauer nicht durch Absperrgitter zurückgehalten werden», sagte Cancellara. Der Berner führt das Gesamtklassement mit den gleichen sieben Sekunden Vorsprung auf Bradley Wiggins und Sylvain Chavanel an, die seit dem Prolog am Samstag in Lüttich Bestand haben.

Der Franzose Chavanel, der sich als einer der wenigen Kämpfer unter den Radprofis betrachtet, versuchte 7 Kilometer vor Schluss, einer Massenankunft zuvorzukommen und dabei einen Vorsprung herauszuholen, der zur Übernahme des Maillot jaune gereicht hätte. Chavanel scheiterte wie schon am Dienstag in Boulogne-sur-Mer. Im Ziel erfuhr Cancellara zu seiner Verwunderung, dass er einen Rekord egalisierte. Er trug zum 26. Mal in seiner Karriere das Maillot jaune und zog damit mit René Vietto gleich, der das Gesamtklassement ebenso oft anführte, ohne die Tour de France jemals gewonnen zu haben.

Statt als Erster die Ziellinie zu kreuzen, traf Mark Cavendish mit verschmutztem Regenbogentrikot und Hautschürfungen mit über vier Minuten Rückstand im Ziel ein. Der Brite war das Hauptopfer des Zwischenfalles, in den 19 Fahrer verwickelt waren, unter ihnen auch Cavendishs Anfahrer Bernhard Eisel , der sich eine klaffende Wunde über der linken Augenbraue zuzog.

Am Schluss machten nur noch neun Fahrer das Tagessieg unter sich aus. André Greipel, der am Montag in Tournai von Cavendish geschlagen worden war, setzte sich diesmal nicht zuletzt dank der guten Vorarbeit durch seine Helfer durch. Der Deutsche feierte bereits den 14. Saisonerfolg. Letztes Jahr hatte Greipel in der 10. Etappe der Tour de France Cavendish regulär geschlagen. «Endlich haben wir erreicht, was wir wollten. Ich habe das beste Team, um mich zum Sieg zu führen. Es gelang uns, den Ausgang vom Montag zu korrigieren», sagte Greipel.

Am Donnerstag und am Freitag werden die Sprinter im Mittelpunkt stehen. Das lässt den gleichen Etappenverlauf erwarten wie gestern Mittwoch, als ein Trio über 200 Kilometer voraus fuhr, ohne die Früchte seiner Anstrengungen ernten zu können. «Es ist das übliche Szenario. Wenn man nichts Spektakuläres in die Streckenführung einbaut, wissen alle Fahrer, wie es läuft,» stellte der frühere Weltklassefahrer Laurent Jalabert leicht enttäuscht fest.

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