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Ein cleverer Slowene düpiert die Stars

Borut Bozic gewinnt unerwartet die 5. Etappe der Tour de Suisse, die über 204 Kilometer von Huttwil nach Tägerschen in den Thurgau führte.

Ein Aussenseiter schlägt zu: Borut Bozic (M.) hielt im Thurgau die Sprint-Asse in Schach.
Ein Aussenseiter schlägt zu: Borut Bozic (M.) hielt im Thurgau die Sprint-Asse in Schach.
Keystone

Der Slowene düpierte auf der ansteigenden Zielgeraden die Sprintstars, für die offensichtlich die Ankunft etwas zu schwer war. Der Spanier Oscar Freire fuhr auf Rang 2, der Slowake Peter Sagan wurde Dritter. An der Spitze des Gesamtklassements blieb alles unverändert. Der Italiener Damiano Cunego verteidigte das Gelbe Trikot und liegt weiterhin 54 Sekunden vor dem Kolumbianer Juan Mauricio Soler und 1:16 Minuten vor Bauke Mollema aus Holland.

Die Mannschaft des britischen Supersprinters Mark Cavendish wollte zwar ihren endschnellen Mann fürs Finale lancieren, doch es blieb letztlich beim Versuch. Bereits beim letzten Kilometer riss der Belgier Tom Boonen die Initiative an sich. Boonen legte einige Meter zwischen sich und die Verfolger, doch auch er kam nicht durch. Und so war es letztlich der 29-jährige Slowene Borut Bozic, der sich den Tagessieg sicherte. In dieser Saison hatte der Slowene aus der holländischen Vacansoleil-Mannschaft noch nie gewonnen. Im Thurgau landete er seinen zweitwichtigsten Erfolg, nachdem er 2009 die 6. Etappe der Spanien-Rundfahrt gewonnen hatte.

Quartett mit langer Flucht

Die Ausreissergruppe des Tages hatte sich bereits kurz nach dem Start gebildet. Die beiden Italiener Manuele Boaro und Alessandro Bazzana, der Spanier Daniel Sesma und der Tscheche Jan Barta lagen nach 15 km bereits rund fünf Minuten vor dem Feld, und im Anstieg zur Staffelegg lag das Quartett schon zehn Minuten voraus. Danach aber reagierten die Teams der Sprinter, und es war schon bald absehbar, dass die vier Aussenseiter nicht durchkommen würden. Als Letzter wurde Barta 14 km vor dem Ziel wieder gestellt.

In der Etappe vom Donnerstag sind die Gesamtersten wieder gefordert. Von Tägerschen führt das 157,7 km lange sechste Teilstück nach Liechtenstein, wo am Ende der Aufstieg nach Triesenberg/Malbun wartet.

si/fal

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