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Armstrongs langer Weg auf die Leinwand

Aus dem geplanten Heldenepos über den Radrennfahrer, der Krebs besiegte wurde ein Film über den Dopingsünder.

Es gibt im Sport Märchen, die drängen sich den Filmemachern auf. Das «Wunder von Bern» mit dem WM-Sieg der deutschen Fussballer 1954 gehört dazu, das «Miracle on Ice» der amerikanischen Studenten, die bei den Olympischen Spielen 1980 von Lake Placid die bösen Russen vom Eis fegten, natürlich auch. Es gibt auch sportliche Biopics, wie die filmischen Biografien genannt werden. Jake La Motta wurde von Martin Scorsese in «Raging Bull»verewigt und brachte Robert De Niro einen Oscar ein, Muhammad Alis Leben wurde 2001 von Michael Mann festgehalten. Baseball und American Football liefern Hollywood am meisten Geschichten. Bis zu uns schaffte es das Football-Epos «Any Given Sunday» («An jedem verdammten Sonntag») von Oliver Stone, der in Berlin für den Goldenen Bären nominiert war.

Von brisanter Aktualität ist das iranische Meisterwerk «Offside» aus dem Jahr 2006, das die Schwierig­keiten iranischer Frauen zeigt, sich bei einem Fussball-Länderspiel mit auf­geklebtem Schnauz und Kappe unter die Zuschauer zu mischen. Die Held­innen werden entdeckt und verhaftet. Im Lexikon des internationalen Films steht dazu: «Es ist ein ebenso brisanter wie engagierter Fussballfilm mit der subversiven Botschaft, dass sich ­Lebensfreude und -lust des iranischen Volkes auf Dauer nicht von politischen und religiösen Restriktionen zügeln lassen.»

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