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OS10/Skiakrobatik: Springen, Männer - Qualifikation

SKIAKROBATIK

Der überraschend starke Zuger Skiakrobat verschaffte sich mit 238,33 Punkten sogar Zutritt unter die Top 3. Nach einer bislang eher schwierigen Saison (Platz 18 im Weltcup) war nicht mit einer derart souveränen Final-Qualifikation zu rechnen; zumal Lambert sich seinen Startplatz an den Winterspielen erst im letzten Wettkampf Ende Januar gesichert hatte. «Er ist im richtigen Moment explodiert», freute sich Chef- Trainer Michel Roth über den (Leistungs-)Sprung Lamberts. Tags zuvor habe er ihn sogar noch hart kritisiert: «Ja, wir hatten Diskussionen. Ich forderte ihn auf, endlich das abzurufen, was er kann.» Die Botschaft ist offensichtlich angekommen. Zuvor ist Lambert in seiner Weltcup-Karriere erst einmal auf Position 3 vorgestossen. Anders als das Gros der Konkurrenz setzte Lambert schon im ersten Sprung auf einen hohen Schwierigkeitsgrad. Den «Rudy Rudy Full» - drei Saltos mit vier Schrauben - stand «Lamb» ausgezeichnet. Im zweiten, ebenfalls nahezu perfekten Versuch überzeugte er die Richter erneut ausnahmslos und erhielt von einem Judge für die Landung gar die Höchstnote 3. Am Donnerstag ist nun alles möglich. Sollte Lambert in Absprache mit dem Trainerstab entscheiden, erstmals in einem Wettkampf fünf (!) Schrauben zu drehen, wäre die Ausgangslage schlagartig hochspannend. Den «Rudy Randy Full» beherrscht derzeit nur der Kanadier Steve Omischl. Zwei andere hochkarätige Konkurrenten verabschiedeten sich völlig überraschend bereits im Vorprogramm. Der weissrussische Top- Favorit und Weltcupsieger Anton Kuschnir stürzte im zweiten Durchgang. Für den unkonzentrierten chinesischen Olympiasieger Xiaopeng Han war die Enttäuschung ebenfalls unvermeidlich. Enttäuschender Ulrich Eine Enttäuschung hatte Renato Ulrich zu verkraften. Er verfolgte in Cypress Mountain höhere Ziele. Für den völlig missratenen ersten Sprung zahlte der Innerschweizer einen hohen Preis. Das Out war nach dem Sturz für die Nummer 4 der FIS- Rangliste nicht mehr abzuwenden. Ausgerechnet jenem Springer, dem Trainer Michel Roth im Vorfeld sogar eine Annäherung an die Medaillen-Plätze zugetraut hatte, unterliefen fatale Fehler. Weder in der Luft noch am Boden funktionierte das Timing. Noch vor Ulrich (18.) reihten sich die ebenfalls chancenlosen Teamkollegen Andreas Isoz (14.) und Christian Hächler (16.) ein. Qualifikation. Springen. Männer: 1. Jia Zongyang (China) 242,52. 2. Ryan St. Onge (USA) 240,67. 3. Thomas Lambert (Sz) 238,33. Ferner ausgeschieden: 14. Andreas Isoz (Sz) 214,18. 15. Anton Kuschnir (WRuss/Weltcup-Leader) 213,90. 16. Christian Hächler 207,25. 18. Renato Ulrich 200,41. 21. Xiaopeng Han (China/Olympiasieger) 192,52.

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