Zum Hauptinhalt springen

Oracle zerrt Alinghi erneut vor Gericht

Das juristische Hickhack um die 33. Austragung des America's Cup geht in die nächste Runde.

Titelverteidiger Alinghi wird von seinem Herausforderer BMW Oracle beschuldigt, die Regeln im Hinblick auf das kommende Duell eigenmächtig modifizieren zu wollen. Gemäss eines Communiqués des Golden Gate Yacht Club (GGYC), der das amerikanische Syndikat vertritt, findet in dieser Angelegenheit am kommenden Dienstag eine Anhörung vor dem Supreme Court in New York statt.

"Sie treiben Schindluder mit den Regeln", sagte Oracle-Sprecher Tom Ehman am Dienstag. Der GGYC wirft Alinghi vor, die Wettkampfregeln im Widerspruch zur Deed of Gift, der Stiftungsurkunde, zu ändern. Überdies behaupten die Amerikaner, Alinghi habe diesbezüglich mit dem Internationalen Segelverband (ISAF) eine "geheime Vereinbarung" getroffen.

Stein des Anstosses ist offenbar eine Maschine auf dem Querbalken von Alinghis Katamaran. "Wir denken, sie beabsichtigen damit Kräfte zu gewinnen, um die Segel richtig zu stellen", so Oracles Sprecher Tom Ehman. Laut BMW Orcale könnte die Maschine auch dazu dienen, Wasser vom einen Schiffsrumpf in den anderen zu pumpen, wenn das Boot wendet. "Die Deed of Gift besagt jedoch, dass Boote einzig durch Segel angetrieben werden dürfen", erklärte Ehman weiter.

Die Société Nautique de Genève (SNG), die Repräsentantin Alinghis, reagierte ob der erneuten juristischen Auseinandersetzung mit BMW Oracle mit Unverständnis: "Einmal mehr sind wir enttäuscht, dass der Golden Gate Yacht Club seine juristische Strategie weiterzieht, anstatt sich darauf zu freuen, den America's Cup auf dem Wasser auszutragen. Dies ist nun das vierte Mal, dass das amerikanische Team vor Gericht zieht." Diesmal gehe es BMW Oracle darum zu verhindern, dass die SNG von ihrem Recht Gebrauch macht, ihre Yachtklub-Regeln anzuwenden, und die Regeln und Bestimmungen der ISAF voll auszuschöpfen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch