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Olympische Premiere der Super-Kombination

Erstmals überhaupt wird an Olympischen Spielen die Kombination der Männer nach dem gleichen Modus ausgetragen wie im Weltcup seit einigen Jahren üblich als sogenannte Super-Kombination.

Im Kreis der Favoriten befinden sich auch zwei Schweizer. Die Abfahrt steht um 19.00 Uhr, der Slalom um 22.30 Uhr im Programm.

Carlo Janka und Silvan Zurbriggen standen im Weltcup in den vier Kombi-Wertungen dieses Winters beide schon zweimal auf dem Podium; Janka als Gewinner in Beaver Creek und als Zweiter in Wengen, Zurbriggen als Zweiter in Kitzbühel und als Dritter in Wengen. Aber auch Didier Défago erreichte als Zweiter in Beaver Creek einen Podiumsplatz. Sandro Viletta schliesslich, der vierte Schweizer Starter, schaffte es zweimal in die Top 10.

Silvan Zurbriggen plagten Ende Januar nach einem besonders harten Monat heftige Rückenschmerzen, denen er nur mit starken Schmerzmitteln beikommen konnte. Danach fing er sich auch noch eine lästige Grippe ein. "Viel schlafen, viel trinken", lautete sein Rezept als Vorbereitung für Olympia, "aber nach dem Flug nach Kanada", so Zurbriggen, "fühlte ich mich brutal müde."

Zurbriggen mag körperlich angeschlagen sein, aber dennoch fährt er derzeit so stark Slalom wie nie zuvor. Und seit seiner Ankunft in Vancouver sind nun auch wieder einige Tage vergangen. In der Kombination kann er sich überdies mit dem Slalomhang vertraut machen. Deshalb zog er einen Verzicht auf die Super-Kombination nie in Betracht. Schliesslich startet er auch in dieser Disziplin mit Ambitionen. Letzten Winter in Val d'Isère wurde er WM-Vierter, es fehlte ihm eine einzige Hundertstelsekunde zum Gewinn von Bronze.

Carlo Janka und Didier Défago gehören zu jenen, denen das Format der Super-Kombination besonders entgegen kommt. Der frühere Modus mit zwei Slalomläufen hätte ihnen kaum eine realistische Chance eröffnet. Janka gewann im Weltcup schon zwei Super-Kombinationen und zählt gewiss zum engeren Favoritenkreis. Dies in einer Sparte, die den Schweizer Männern letztmals 1992 in Albertville eine Olympia-Auszeichnung eintrug. Steve Locher holte damals als Dritter die einzige Medaille für die Schweizer Alpinen.Vier Jahre zuvor hatte Paul Accola ebenfalls Bronze errungen. Damals, 1988 in Calgary, war die Kombination wieder ins olympische Programm aufgenommen worden, nachdem zuvor nur kurz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg Kombi-Medaillen verteilt worden waren.

Unter den Favoriten auf Gold befindet sich mit dem Österreicher Benjamin Raich einer, der bereits seine dritte Olympia-Goldmedaille anvisiert und damit mit Ski-Legenden wie Toni Sailer, Jean-Claude Killy und Alberto Tomba gleichziehen könnte. Raich war vor vier Jahren in Turin sowohl im Riesenslalom als auch im Slalom Olympiasieger geworden. Dank seiner zusätzlichen zwei Bronzemedaillen von 2002 würde er bei einem weiteren Sieg Österreichs erfolgreichster Olympionike überhaupt. "Das würde mir sehr viel bedeuten", sagt der Tiroler.

Den Kroaten Ivica Kostelic, vor vier Jahren in Turin bereits Olympia-Zweiter hinter dem Amerikaner Ted Ligety, sieht Raich als einen seiner grössten Konkurrenten. Weitere namhafte Gegner gibt es zudem noch viele: Aksel Lund Svindal geht als aktueller Weltmeister an den Start, und mit einem Bode Miller muss man immer rechnen. Österreichs Jungstar Marcel Hirscher wird dagegen fehlen. Er konzentriert sich auf den Riesenslalom und den Slalom und verzichtet auf die Kombination.

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